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Gleich zwei rote Himmelskörper

Die Sternwarte veranstaltet einen Themenabend zu der Mondfinsternis. Auch Mars wird am Himmel zu sehen sein.

© Thomas

Von Eric Mittmann

Hartha. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Gleich zwei Himmelsereignisse sind am Freitag zu beobachten – vorausgesetzt, es herrscht ein wolkenfreier Himmel. Der Mond tritt in den Schatten der Erde, wodurch es zu einer totalen Mondfinsternis kommt. Darüber hinaus befindet sich Mars in der Nähe des blauen Planeten und kann ebenfalls am Firmament beobachtet werden. „Das wird die einzige Mondfinsternis in diesem Jahrhundert sein. So etwas sehen wir nur einmal“, sagt Gangolf Frost von der Harthaer „Bruno H. Bürgel“-Sternwarte. Weil der Mond zwar von der Erde verdunkelt werde, jedoch weiterhin Sonnenstreulichter ihn erreichen, sehe es zudem so aus, als färbe er sich rot.

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Der Verein der Sternwarte begleitet die Ereignisse mit einem besonderen Themenabend. Ab 19 Uhr werden Teleskope auf dem Areal der Sternwarte aufgebaut, um die Himmelskörper zu beobachten. „Um 20 Uhr folgt ein Vortrag zum Thema ‚Mondfinsternis – Entstehung und Beobachtung‘ für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus werden wir die Finsternis mit unserer Präsentationssoftware ‚Stellarium‘ nachstellen“, so Frost. Dabei sei es das erste Mal, dass die Sternwarte eine Mondfinsternis in dieser Form begleite. Das Konzept selbst richtet sich vor allem an das jüngere Publikum. „Die Kinder wollen die Mondfinsternis sehen, egal, ob das Wetter nun mitspielt oder nicht. Gleichzeitig geht das eigentlich Ereignis aber auch bis 1.30 Uhr, was für viele zu spät ist. Mit unserer Software können wir den Prozess in einem Zeitraffer darstellen“, erklärt Frost.

Zwar beginnt die Mondfinsternis bereits um 19.15 Uhr mit dem Wandern in den Halbschatten der Erde. In Deutschland ist sie jedoch erst ab 21.30 Uhr zu sehen, wenn der Mond bereits vollständig verdunkelt ist. Der Erdtrabant erscheint dann in südöstlicher Richtung und wandert von dort aus nach Süden. Der Mars wird in der Nähe des Mondes zu sehen sein.