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Döbeln

Gleisberger ärgern Spitzenreiter

Nach Sieg des Tabellenzweiten gegen Klinga-Ammelshain: Die Vorentscheidung im Titelkampf ist vertagt worden.

Lieferten sich ein spannendes Gipfeltreffen: Die Fußballer des Tabellenzweiten SV 29 Gleisberg und von Spitzenreiter Klinga-Ammelshain.
Lieferten sich ein spannendes Gipfeltreffen: Die Fußballer des Tabellenzweiten SV 29 Gleisberg und von Spitzenreiter Klinga-Ammelshain. © Lars Halbauer

Lokalsport. Es bleibt spannend in der Kreisliga A. An der Tabellenspitze genauso wie im Kampf gegen den Abstieg, der sich mittlerweile immer dramatischer entwickelt.

Im Gipfeltreffen ist es den Fußballern des SV 29 Gleisberg gelungen, dem ungekrönten Staffelkrösus, SV Klinga-Ammelshain, die zweite Saisonniederlage innerhalb weniger Wochen beizubringen. 

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Dadurch schmolz der Vorsprung der Muldentaler in der Tabelle auf vier Zähler. Das macht Hoffnung auf ein spannendes Saisonfinale, da Klinga-Ammelhain mit Dürrweitzschen (H), Großbothen (A), Waldheim (H), SG Zschaitz/Ostrau II (A) gegenüber den Gleisbergern mit Zschadraß (A), Hohnstädt (H), ESV Lok Döbeln (A) und Falkenhain (H), ein ähnlich schweres Restprogramm zu bestreiten hat.

Im direkten Aufeinandertreffen präsentierten sich die Gleisberger Jungs vor 99 Zuschauern heiß. Sie setzten die taktische Marschroute gegen den Tabellenführer zu hundert Prozent um. Der Gast versuchte, das Spiel zwar zu dominieren, doch mit einer halb defensiven Taktik zogen die Gleisberger dem Favoriten, der nur einmal richtig gefährlich vors Tor kam, den Zahn. 

Umso größer war der Jubel auf den Rängen, als Philipp Böhm kurz vor der Pause einen Konter aus 20 Metern ins Klingaer Tor lupfte. Sein Bruder, Vincent Böhm, verwandelte kurz nach der Pause einen Strafstoß zum 2:0. Zwar verkürzten die Gäste wenig später, ebenfalls durch einen Elfmeter, auf 2:1, doch die Gleisberger präsentierten sich in einem guten Kreisligaspiel weiter diszipliniert und packten in der 84. Minuten durch ein Tor von Lukas Dörner den Sieg in trockene Tücher. 

Den hielt Torhüter Sebastian Weber mit tollen Paraden fest. „Ein geiler Sieg. Aber wir dürfen nicht hochnäsig werden, Wir müssen jeden Gegner genauso ernst nehmen und hoch konzentriert weiterarbeiten, um den zweiten Platz zu untermauern. Denn in dieser Liga kann jeder Gegner jeden schlagen“, sagte SV 29-Trainer Frank Baumert.

Zwischen dem SV Aufbau Waldheim und dem SV Medizin Hochweitzschen entwickelte sich auf dem Richzenhainer Sportplatz ein echtes Abstiegsduell mit reichlich Emotionen, das die Zschopaustädter mit 2:1 für sich entschieden. Damit verließen die Schützlinge von Steffen Kaiser wieder einen Abstiegsplatz, während die Westewitzer auf den vorletzten Rang abrutschten.

 Bei unangenehmen äußeren Bedingungen entwickelte sich von Anbeginn ein kampfbetontes Spiel. Beiden Teams und den Verantwortlichen war die Anspannung über die gesamte Spielzeit anzumerken. So prägten einige Nickeligkeiten die Begegnung. Bereits in der achten Minute verwandelte Torjäger Marcel Hanke einen Foulstrafstoß zur Gästeführung. In der Folgezeit boten sich den Medizinern Chancen, den Sack zuzubinden.

 Doch statt eines möglichen 0:4 stand zur Pause nur ein 0:1 zu Buche. Nach einer lauten Pausenpredigt von Heimtrainer Steffen Kaiser wurden die Richzenhainer munter und fanden nun besser ins Spiel. Erst recht, als Hanke das 0:2 versiebte. Ein gekonnter Heber von Rico Bebersdorf über den zu weit vor seinem Kasten postierten Medizin-Schlussmann fand dann den Weg zum Ausgleich ins Medizin-Tor. Gleicher Spieler war es, der per Strafstoß die Führung für seine Farben erzielte.

 Dennoch fand Medizin nochmals ins Geschehen zurück. Doch erneut scheiterte Hanke aus acht Metern am Waldheimer Schlussmann Marco Kretschmer. Die größte Chance zum Ausgleich bot sich den Gästen in der 82. Minute. Hanke scheiterte nun aber auch vom Elfmeterpunkt am toll reagierenden Kretschmer, der damit für Aufbau drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt festhielt. 

Aufbau-Trainer Steffen Kaiser: „Ich bin mit den drei Punkten zufrieden. Der Gegner ist für seine schlechte Chancenverwertung bestraft worden. Wir hatten einfach auch mal das Glück des Tüchtigen.“ Medizin-Präsident Holger Mimel: „Wir hätten in der ersten Halbzeit die Partie entscheiden können. Doch dann liefen einige Entscheidungen, unter anderem beim Elfmeter, schon gegen uns. Deshalb waren wir am Ende schon recht angefressen.“

Ein kurioses Torfestival gab es zwischen der SG Zschaitz/Ostrau II und dem Hohburger SV. Die Gäste führten in der 19. Minute bereits mit 3:0, ehe sich die Jahnataler besannen und zurückkamen, In der letzten halben Stunde spielten sie beim Stand von 2:3 in Überzahl und das nutzten die Schützlinge von Franz Litzke, um das Spiel durch Lars Oberpichler und Michael Fromme endgültig zu drehen.