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Globalfoundries: Mitarbeiter verärgert

In Dresdens größter Fabrik werden nicht nur Hunderte Stellen gestrichen – es gibt auch Beförderungen.

© dpa

Von Georg Moeritz

Dresden. Schlechte Stimmung im Mikrochip-Werk: Ein Produktions-Mitarbeiter aus der Dresdner Globalfoundries-Fabrik beklagt sich, dass mehrere Manager befördert worden seien. Zugleich habe der Betrieb eine neue Direktoren-Stelle geschaffen und dafür jemanden neu eingestellt. Das Problem dabei: Das Halbleiter-Unternehmen hatte angekündigt, die Personalkosten um 20 Prozent zu senken. Geschäftsführer Rutger Wijburg werde die Belegschaft in diesem Jahr von gut 3 700 auf rund 3 000 Angestellte verkleinern, alle 350 Leiharbeiter mussten 2015 gehen.

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Per Aushang hat der Betriebsrat die Beförderungen „mitten in der Restrukturierung“ als „unerhört“ kritisiert. Ein Anwalt solle nun prüfen, ob der Betriebsrat in dieser Frage mitbestimmen darf – die Geschäftsleitung habe die Manager „kurzerhand“ zu leitenden Angestellten erklärt, um die Mitbestimmung zu umgehen.

Der Betriebsratsvorsitzende Ralf Adam wollte diese Personalangelegenheiten auf SZ-Nachfrage nicht bestätigen. Er sagte dazu nur, falls so etwas stattfinde, könne man es der Belegschaft schlecht vermitteln.

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Firmensprecher Jens Drews sagte, es handle sich um interne Angelegenheiten. Natürlich gebe es in einem Betrieb mit 3 700 Mitarbeitern zu jeder Zeit Beförderungen. Drews sagte, es werde viel zu wenig über die guten Aussichten des Unternehmens berichtet. Die Dresdner Fabrik habe eine Perspektive für 20 Jahre und halte an ihren Investitionsplänen fest.