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Glücklich gelandet

Erstmals seit 22 Jahren stehen deutsche Tennisspielerinnen wieder in einem Fed-Cup-Finale.

Ohne Pyjamas, dafür wieder in straßentauglichem Outfit und überglücklich präsentierten sich die Endspiel-Teilnehmerinnen nach dem 3:1-Erfolg in Australien am Gepäckband Nummer 55. „Wir haben an Bord gefeiert und hatten uns an der Bar auf Wodka-Lemon geeinigt. Dann hat uns die Müdigkeit eingeholt. Wir sind müde, aber glücklich“, sagte Teamchefin Barbara Rittner gestern nach der Ankunft auf dem Flughafen Frankfurt/Main.

Auf der ersten Strecke von Brisbane nach Dubai im Airbus 380 hatten sich Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld sowie Rittner Schlafanzüge angezogen, die sie von den Australierinnen geschenkt bekommen hatten. Bei der Pyjama-Party im Riesen-Flieger mussten sich die Frauen jedoch einschränken. Gesänge wurden kaum angestimmt. „Ein paar Leute aus der Business-Class hatten sich beschwert, dass da so laute Geräusche aus der Bar kamen. Die Stewardess hat um Ruhe gebeten“, berichtete Petkovic.

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Im Finale am 8./9. November müssen die Deutschen in Tschechien antreten. Das Team um die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova stand im Halbfinale gegen Titelverteidiger Italien ebenfalls bereits nach drei Matches als Gewinner fest.

Glückwünsche von der Gräfin

Auch Kerber, die in Brisbane wie bereits im Viertelfinale beide Einzel gewann, war „voller“ Glück. „Wenn wir das Finale gewinnen, gibt es eine Mega-Party“, kündigte die Weltranglistensiebte an. Kerber hatte durch ein 4:6, 6:0, 6:4 im Spitzenduell gegen Samantha Stosur den entscheidenden Punkt zum 3:0 geholt. Danach tanzten die Gäste auf dem Hartplatz Ringelreihen. Die Glückwünsche von Edelfan Steffi Graf ließen nicht lange auf sich warten. „Was für ein Riesenerfolg, was für ein tolles Team!“, schrieb die 22-malige Grand-Slam-Siegerin bei Facebook. Und die wegen Formschwäche nicht berücksichtigte Sabine Lisicki twitterte: „YYYEEESSSS!!!!“.

Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb den Frauen nicht. Unmittelbar nach der Ankunft in Frankfurt ging es weiter nach Stuttgart, wo gestern das WTA-Hallenturnier begann. „Die Mädels werden in kein tiefes Loch fallen. Aber die Umstellung von Hartplatz auf Sand ist schwierig. Ich denke aber, dass sie über sich hinauswachsen“, sagte Rittner. (sid)