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Gnadenfrist für Pötzschaer Bahnhotel verstrichen

Der Eigentümer hat die losen Teile angeblich gesichert. Das Bauamt hat genauer hingeschaut.

© Norbert Millauer

Von Nancy Riegel

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Wehlen. Als Postkartenmotiv kann das alte Bahnhotel im Wehlener Ortsteil Pötzscha wahrlich nicht mehr herhalten. Von der einstigen Gemütlichkeit ist nicht mehr viel geblieben – bis auf ein löchriges Dach. Und das ärgert die Anwohner auf der linken Elbseite schon seit Jahren. Denn das Gebäude unweit des S-Bahn-Haltepunktes bröckelt vor sich hin und ist damit auch eine Gefahr für Nachbarn und Fußgänger.

Erneut hat die Stadt jetzt versucht, den Besitzer des Hauses zum Handeln zu bewegen. „Die Eigentümer erhielten Mitte des Jahres 2017 eine Sicherungsanordnung mit Zwangsgeldandrohung“, informiert Rainer Frenzel, Amtsleiter im Bauamt des Landratsamtes. Daraufhin habe es einen Ortstermin mit einem beauftragten Gutachter gegeben, der die gefährlichen Stellen ausmachen sollte. „Mit Schreiben vom 18. Dezember teilten die Eigentümer mit, dass auf dem Grundstück alles beräumt, befestigt und gesichert worden sei“, so Frenzel weiterhin. Um zu belegen, welche Bauarbeiten durchgeführt wurden und um nachzuweisen, dass der Giebel an der Straßenseite gesichert wurde, sollten die Besitzer bis Ende Januar eine Dokumentation der Arbeiten ans Landratsamt schicken.

Doch das ist nicht geschehen. Bei den Verantwortlichen in Stadt Wehlen bezweifelt man, dass überhaupt etwas an dem Gebäude gesichert wurde. Bürgermeister Klaus Tittel (CDU) habe nichts davon mitbekommen und auch das Bauamt in Lohmen hat noch einmal genau hingesehen. „Nach einer nochmaligen Vorortbesichtigung können wir keine Sicherungsmaßnahmen erkennen. Der Zustand ist als zunehmend ruinös zu bewerten.“ Da der Besitzer die Frist zum Nachweis der Arbeiten versäumt hat, drohen nun laut Landratsamt Zwangsmaßnahmen an dem Gebäude.