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Mehr Umzüge von West nach Ost 

Die Tendenz der innerdeutschen Wanderung ist gestoppt - zum ersten Mal seit 26 Jahren. 

© Jan Woitas/dpa (Symbolfoto)

Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung sind mehr Menschen aus Westdeutschland in die ostdeutschen Flächenländer gezogen als umgekehrt. 

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung verzeichneten die fünf ostdeutschen Bundesländer ohne Berlin für das Jahr 2017 einen Wanderungsgewinn von rund 4.000 Menschen. Bezieht man Berlin in die Berechnung mit ein, ergibt sich sogar ein Überschuss von 13.000 Personen. Damit ist die lange anhaltende Tendenz der Ost-West-Wanderung gestoppt. In den 26 Jahren davor hatten die ostdeutschen Flächenländer insgesamt mehr als 1,2 Millionen Bürger durch Wegzüge an den Westen verloren.

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Ursächlich für die Trendwende ist nach Angaben des Instituts vor allem der kontinuierliche Rückgang der Abwanderung aus dem Osten: Verließen 2001 noch rund 191.000 Menschen Ostdeutschland  Richtung Westen, so waren es im Jahr 2017 nur noch weniger als 90.000. Wanderungsverluste haben die ostdeutschen Flächenländer allerdings weiterhin bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, bei allen anderen Altersgruppen ist der Saldo für Ostdeutschland hingegen positiv, sagte Nikola Sander, Forschungsdirektorin des Bundesinstituts. 

Außerdem gebe erhebliche regionale Unterschiede von Wanderungsgewinnern und -verlierern: Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen positive Wanderungssalden. Im Gegenzug verlassen immer noch mehr Menschen Sachsen-Anhalt und Thüringen in Richtung Westen. (SZ/lot)