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Göda und Bautzen bald ein Schulbezirk

Eltern haben ab 2019 die Wahl zwischen fünf Grundschulen. Aber die Freiheit hat Grenzen.

© Uwe Soeder

Bautzen/Göda. Nun steht es fest: Bautzen und Göda werden in Zukunft einen gemeinsamen Schulbezirk bilden. Somit können ab dem Schuljahr 2019/20 alle Eltern aus der Stadt Bautzen und der Gemeinde Göda frei entscheiden, ob sie ihr Kind in die Gödaer Grundschule oder in eine der vier städtischen einschulen möchten. Den einzelnen Schulen sind dann keine Einzugsgebiete mehr zugeordnet. Für die vier Bautzener Schulen gilt das bereits ab 2018/19.

Doch bisher sind die Bewohner der westlichen Bautzener Stadtteile wie Kleinwelka, Salzenforst und Stiebitz von dieser Wahlfreiheit ausgenommen. Denn die Stadt hat einen Vertrag mit der Gemeinde Göda, wonach die dortige Grundschule die Kinder aus diesen Stadtteilen aufnimmt. In Bautzens Grundschulen reicht nämlich der Platz nicht für alle Grundschüler der Stadt.

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Um dennoch allen Bautzener Einwohnern dasselbe Recht einzuräumen, trat die Stadt mit dem Wunsch nach einem gemeinsamen Schulbezirk an die Nachbargemeinde heran. Aber auch Kultusministerium, Bildungsagentur und Landkreis würden diese Lösung befürworten, erklärte Gödas Bürgermeister Gerald Meyer (parteilos) jetzt im Gemeinderat. Der votierte schließlich einstimmig für diese Lösung, denn man sieht darin mehr Vor- als Nachteile. „Damit kann die Zweizügigkeit unserer Grundschule gesichert werden“, so Meyer. Das sei wichtig, um Fördermittel für den geplanten Schulneubau zu bekommen. Meyer geht nicht davon aus, dass durch die Wahlfreiheit mehr Schüler nach Bautzen gehen. Göda könne mit dem dörflichen Charakter und der Qualität der Schule punkten, ist er überzeugt. Zudem gebe es die Zusage der Stadt, dass eine bestimmte Schülerzahl nach Göda kommt. Denn trotz Wahlfreiheit besteht auch künftig kein Anspruch auf Einschulung in eine bestimmte Schule. Hat eine zu viele Anmeldungen, werden Schüler umgelenkt. (SZ/MSM)