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Görlitz baut Großturbine für Kuwait

Das Siemens-Werk profitiert von der Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen.

© Pawel Sosnowski

Von Sebastian Beutler

Görlitz. Das Görlitzer Siemens-Werk kann sich über einen Großauftrag freuen. Es wird eine Industriedampfturbine herstellen, die zur Erweiterung eines Gaskraftwerkes in Kuwait zu einem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk benötigt wird. Das teilte der Siemens-Konzern am Mittwoch mit. Es handele sich um den größten Turbinensatz, der im Görlitzer Werk bislang produziert worden ist, teilte Siemens-Sprecherin Elke Fuchs mit. Das Kraftwerk in Kuwait wird vom Energieministerium des Landes betrieben, die Anlage errichten wird der chinesische Anlagenbauer SEPCOIII. Von ihm erhielt Siemens auch den Auftrag für die Lieferung der Dampfturbine sowie eines Generators, der in Erfurt entsteht. Nach der Erweiterung werden die heißen Abgase der Gasturbinen genutzt, um Dampf zu erzeugen, der den Dampfturbinen-Turbosatz antreibt. Das wird die Gesamtleistung der Anlage ohne zusätzlichen Brennstoffverbrauch um 263 Megawatt erhöhen und die Effizienz deutlich steigern. Das Kraftwerk soll Mitte 2019 in Betrieb gehen.

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Der chinesische Anlagenbauer hat den Auftrag in Kuwait nach eigenen Angaben auch dank der Zusammenarbeit mit Siemens gewonnen. Beide Seiten sind auch bei anderen Projekten gemeinsam unterwegs. Dazu zählen die solarthermischen Kraftwerke in Marokko, wo die Chinesen auf die Dampfturbinentechnologie von Siemens zurückgegriffen haben.