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8.000 Quadratmeter für Schmetterling & Co

In Reichenbach, Holtendorf und Gersdorf werden 45 Pflanzenarten für Insekten eingesät.

Symbolbild
Symbolbild © Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

„Sachsen blüht“ kommt ins Görlitzer Umland. Im Freistaat wurden Blühflächen für Schmetterlinge und Insekten gesucht. Darauf konnten sich Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen bewerben. Das Saatgut stellt die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt den Teilnehmern zur Verfügung. In Reichenbach wird dafür eine 1.010 Quadratmeter große Fläche in der Innenstadt neu begrünt. Die befindet sich an der Löbauer Ecke Weißenberger Straße gegenüber dem Netto-Markt. „Wir haben zusammen mit Bürgermeisterin Carina Dittrich überlegt, wie diese Freifläche aufgewertet werden kann“, sagt Katrin Appold vom Landschaftspflegeverband Oberlausitz. Der hat in Reichenbach seinen Sitz.

Die Bewerbung für „Sachsen blüht“ habe da gepasst, zumal damit auch „mehr Farbe in die Stadt kommt.“ Die Wiese soll zahlreichen Insekten einen Lebensraum bieten, nicht gedüngt und keinesfalls mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Auch der Rasenmäher kommt kaum zum Einsatz. Die Fläche wird durch Teilmahd bearbeitet werden. Blümchen pflücken ist an dieser Stelle dann ebenfalls tabu. Die Pflanzen sollen sich später alleine durch Samen verbreiten können und müssen deshalb stehen bleiben. Das Projekt sei, so erläutert Katrin Appold, auf die kommenden fünf Jahre ausgelegt.

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Aktuell wachsen auf der künftigen Schmetterlingswiese vor allem verschiedene Grasarten, Gänseblumen und Löwenzahn.
Aktuell wachsen auf der künftigen Schmetterlingswiese vor allem verschiedene Grasarten, Gänseblumen und Löwenzahn. © Constanze Junghanß

45 Sorten insektenfreundliche Blühpflanzen werden in nächster Zeit ausgesät. Darunter beispielsweise Margeriten, Wiesen-Kümmel, Seifenkraut, Grasnelke, Feld-Beifuß, Johanniskraut und Herbst-Löwenzahn. Bei der Aussaat helfen könnten Mädchen und Jungen der Reichenbacher Grundschule. Voraussetzung ist, dass die Corona-Regelungen das zulassen. Denn Anliegen vom Landschaftspflegeverband und der Naturschutzstation Oberlausitz sei, dass auch die Kinder in das Naturprojekt eingebunden werden.

Auf der rechten Seite Ecke Löbauer und Weißenberger Straße sollen 45 Arten insektenfreundlicher Wiesenpflanzen ausgesät werden.
Auf der rechten Seite Ecke Löbauer und Weißenberger Straße sollen 45 Arten insektenfreundlicher Wiesenpflanzen ausgesät werden. © Constanze Junghanß

Reichenbach steht bei „Sachsen blüht“ nicht alleine da. In Markersdorf, Ortsteil Gersdorf, werden die Nektarweiden für Wildbienen, Falter und Co. eingesät. 2000 Quadratmeter Fläche stellt die Agrargenossenschaft dafür zur Verfügung und will nach Angaben von Katrin Appold das Projekt mit den Mädchen und Jungen der Schkola begleiten. In Holtendorf hat sich Ernesto Matthes, von der Firma Bega, für „Sachsen blüht“ stark gemacht. 5.000 Quadratmeter Blühfläche wird er unterhalb der Raiffeisensiedlung einsäen. Damit will Ernesto Matthes Lebensräume für Insekten schaffen und „ein Zeichen gegen industrielle Bewirtschaftung setzen“, wie er sagt. Das Areal sei zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzt worden, der Boden dürfe sich davon nun erholen. Spielt das Wetter mit, erfolgt die Aussaat in der zweiten Maiwoche.

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