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A4: Türkischer Schleuser weiter auf der Flucht

Die Sicherheitskräfte fahnden immer noch nach einem 42-Jährigen, der Iraker über die Grenze bei Görlitz brachte. Einer der Männer aus dem Orient starb dabei.

Von Sebastian Beutler
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Auf einem Feld an der Autobahn A 4 entdeckten Sicherheitskräfte am Freitag die Gruppe irakischer Migranten.
Auf einem Feld an der Autobahn A 4 entdeckten Sicherheitskräfte am Freitag die Gruppe irakischer Migranten. © Danilo Dietrich

Ohne Erfolg blieb bislang die Suche nach dem 42-jährigen Schleuser, in dessen Wagen am vergangenen Freitag bei Görlitz nicht nur 21 Migranten aus dem Irak festgestellt wurden, sondern auch ein toter Flüchtling. Wie die Bundespolizei in Pirna mitteilt, wird weiterhin mit Hochdruck nach dem Türken gefahndet.

Gegen seinen Kompagnon, einen 48-jährigen Türken, der das Begleitauto fuhr, wurde zwischenzeitlich ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Er steht in direktem Zusammenhang mit der Schleusung und wurde noch am Ort des Geschehens festgenommen.

Der Einsatz am vergangenen Freitag hatte für Aufsehen gesorgt und war auch Thema in der ARD-Tagesschau. Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei hatten am Freitag bei der Kontrolle eines Transporters mit polnischem Kennzeichen nahe der Autobahn A 4 bei Schöpstal (Landkreis Görlitz) die Gruppe von Migranten festgestellt, darunter eine leblose Person.

Sofortige Versuche von Beamten, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos. Ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des 32-jährigen Irakers feststellen. Die Umstände seines Todes sind nun Gegenstand von Ermittlungen, mit denen die Görlitzer Staatsanwaltschaft die Bundespolizei in Pirna beauftragt hat. Dazu wurden auch die 21 geschleusten Männer aus Irak befragt. Diese Untersuchungen sind mittlerweile abgeschlossen, sodass sie an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben wurden.