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Stadtwerke schützen das Görlitzer Wasser

Bis Ende Oktober saniert das Unternehmen den Abwasserkanal im Süden der Stadt. Die üblen Gerüche sind damit aber nicht aus der Welt.

Die alten Kanäle erhalten bei der Sanierung ein neues "Innenleben".
Die alten Kanäle erhalten bei der Sanierung ein neues "Innenleben". © dpa

Seit etlichen Tagen wird im Görlitzer Stadtteil Weinhübel unterirdisch gearbeitet. Die Firma Haas saniert im Auftrag der Görlitzer Stadtwerke AG (SWG) die Schmutzwasser-Kanäle. Und das, ohne dafür Gräben zu schachten.

Die Sanierung wird grabenlos durchgeführt, indem über die Schächte ein sogenannter Inliner in den Kanal eingezogen wird. "Ein Inliner ist ein Kunststoffgewebeschlauch, der bei der Verlegung flexibel ist", erklärt Janin Paul von den Stadtwerken. Nach dem Einzug in das Kanalsystem wird dieser Schlauch unter Druck gesetzt, dieser „schmiegt“ sich dann an die innere Kanaloberfläche an. Anschließend wird dieser Inliner unter Temperatureinwirkung gehärtet. Damit ergibt sich die dauerhafte Form. 

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Vorbeugende Maßnahme in der Trinkwasserschutzzone

Die Sanierung der Schmutzwasser-Kanäle ist eine vorbeugende Maßnahme und notwendig, weil das gesamte Gebiet Weinhübel in der Trinkwasserschutzzone des Wasserwerks Weinhübel liegt. "Daraus ergeben sich höhere Anforderungen an die Beschaffenheit der Kanäle und deren Material", erklärt die Sprecherin. Die Sanierung wird abschnittweise vorangetrieben. Sie läuft als Teilabschnitt eines über mehrere Jahre dauernden Projektes. Der aktuelle Teilabschnitt ist voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen. 

Es stinkt wohl weiterhin

Diese Arbeiten stehen allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Geruchsproblem am Ortsausgang an der Bundesstraße 99. Dort treten immer wieder Geruchsbelästigungen auf, es riecht nach Abwässern.  

Für diese Problematik läuft, wie die Sprecherin informiert, ein separates Projekt: Zu Beginn dieses Sommers wurden Be- und Entlüftungsanlagen errichtet. Sie sind auf mehrere Meter hohen, senkrecht stehenden Rohren befestigt und liegen damit außerhalb der Bewegungszonen im Verkehrsraum. "Damit erhoffen wir eine Besserung der Geruchsproblematik", sagt Janin Paul. Dennoch klagen Anwohner und auch durchfahrende Kraftfahrer über immer wieder auftretende üble Gerüche.

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