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AfD-Fraktion will Begegnungszentrum

Träger der Wohlfahrt sollen mit dem Görlitzer OB Lösungen für die Behindertentagesstätte in der Heilige-Grab-Straße erarbeiten.

Die Volkssolidarität in der Pomologischen Gartenstraße hat einen großen Wintergarten, wo sich Selbsthilfegruppen treffen können.
Carola Belau (re.) betreut die Selbsthilfegruppen.
Kristin Worlitz (li.) ist Geschäftsführerin der Volkssolidarität.
Die Volkssolidarität in der Pomologischen Gartenstraße hat einen großen Wintergarten, wo sich Selbsthilfegruppen treffen können. Carola Belau (re.) betreut die Selbsthilfegruppen. Kristin Worlitz (li.) ist Geschäftsführerin der Volkssolidarität. © André Schulze

Die Görlitzer Stadtratsfraktion der AfD stellt einen Antrag zum Erhalt der Behindertentagesstätte in der Heilige-Grab-Straße 22. In Bürgersprechstunden sei der Wunsch nach Bestand der Stätte geäußert worden, sagt Fraktionsvorsitzender Lutz Jankus. Die Volkssolidarität Görlitz als Betreiber hatte sie nach der Corona-Pause geschlossen und als Ersatz ihre Einrichtung in der Pomologischen Gartenstraße als Treffpunkt für Vereine und Selbsthilfegruppen eingerichtet. 

Nun beklagen laut Jankus einige Nutzer aus nördlichen Stadtteilen die umständliche Erreichbarkeit und fehlende Barrierefreiheit von Bus und Straßenbahn, um diesen Treffpunkt ohne große Umstände nutzen zu können. AfD-Stadtrat Sebastian Wippel schlägt vor, dass der Oberbürgermeister mit der Volkssolidarität und potentiellen Trägern des Treffpunkts sprechen soll. Ziel müsse sein, die Behindertentagesstätte in der Heilige-Grab-Straße dauerhaft als Begegnungszentrum zu ermöglichen.

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Stadtrat beschäftigt sich mit dem Problem

Darauf verwies die AfD-Fraktion in der September-Sitzung des Görlitzer Stadtrates am gestrigen Donnerstag. Bürgermeister Michael Wieler stellte klar, dass die Schließung der Behindertentagesstätte allein von der Volkssolidarität ausging. Das Rathaus werde sich jedoch nicht verschließen, wenn sich ein Betreiber einer Tagesstätte im Görlitzer Norden  findet, möglicherweise auch in der Heilige-Grab-Straße 22. Interessenten könnten sich bei der Stadt melden, sagte Wieler.

Probleme mit Corona-Hygienekonzept und Finanzierung

Nach der coronabedingten Pause in diesem Jahr eröffnete die Volkssolidarität  die Einrichtung nicht wieder und bietet stattdessen seit Juli für Vereine und Selbsthilfegruppen den Wintergarten am Sitz der Volkssolidarität als Treffpunkt an, was gut genutzt wird.

Die Volkssolidarität konnte die geforderten Corona-Hygienekonzepte in der Heilige-Grab-Straße nicht umsetzen. Am Sitz der Volkssolidarität in der Pomologischen Gartenstraße dagegen sei das ohne Probleme möglich, sagt Heidrun Böttcher, stellvertretende Geschäftsführerin der Volkssolidarität. Ein weiterer Grund für die Schließung der Behindertentagesstätte ist, dass sich die Volkssolidarität die Stätte in der Heilige-Grab-Straße trotz städtischer Unterstützung finanziell nicht mehr leisten kann. 

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