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Görlitz

Arte zeigt Film über Messiaen und Görlitz

Der bekannte Komponist und Kriegsgefangene und sein weltberühmtes Werk stehen im Fokus der Doku, die am Sonntag zu sehen ist.

Pierre-Laurent Aimard (Klavier), Jörg Widmann (Klarinette), Jean-Guihen Queyras (Violoncello) und Isabel Faust (Violine) bei einem Messiaen-Konzert
Pierre-Laurent Aimard (Klavier), Jörg Widmann (Klarinette), Jean-Guihen Queyras (Violoncello) und Isabel Faust (Violine) bei einem Messiaen-Konzert © Jakub Purej / PR

Olivier Messiaen komponierte ab Juli 1940 als Kriegsgefangener in Görlitz sein heute weltberühmtes „Quatuor pur la fin du Temps“. Am 15. Januar 1941 erklang es erstmals in der Theaterbaracke am Stadtrand des heutigen Zgorzelec. „Niemals wieder wurde mit solcher Aufmerksamkeit und solchem Verständnis zugehört“, erinnerte sich Messiaen später. Etwa 400 hungernde und frierende Menschen hätten fern ihrer Heimat zugehört, „im schlesischen Niemandsland fasziniert von dieser so sonderbaren, kristallinen, transzendenten Musik“, schreibt der deutsch-französische Sender Arte, der am Sonntag, 17.55 Uhr, unter dem Titel „Messiaen in Görlitz“ eine 59-minütige Sendung über Messiaen und sein Werk anlässlich des 80. Jahrestages der Uraufführung ausstrahlt.

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Die Dreharbeiten fanden im August 2020 durch die Leipziger Produktionsfirma Accentus Music von Paul Smaczny in Görlitz und im Stalag-Gedenkzentrum statt, teilte Frank Seibel vom „Meetingpoint Music Messiaen“ mit.

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