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Betrunkener zersticht Rollstuhl-Räder mit Messer

Der Vorfall hat sich am Görlitzer Bahnhof ereignet. Der junge Mann und seine Begleiterin taten dort noch mehr Verbotenes.

Symbolbild
Symbolbild © Uwe Soeder

Weil er nachweislich einen Reifen eines Rollstuhles zerstochen hat und offensichtlich über einen abgestellten Kesselwagen geklettert war, wird sich nun ein 28-Jähriger aus Schweden verantworten müssen.

Der Bundespolizei Ludwigsdorf wurde am Sonnabendnachmittag zunächst mitgeteilt, dass Kinder auf einem in der Nähe des Görlitzer Bahnhofes abgestellten Kesselwagen herumklettern, teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit. Während Beamte herbeieilten, hatte der zuständige Fahrdienstleiter bereits zwei Gleise für den Eisenbahnverkehr gesperrt und damit auf eine mögliche Gefahr reagiert.

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Als die Ordnungshüter am Kesselwagen eintrafen, stellte sich heraus, dass eine aufmerksame Bürgerin anstelle von Kindern eine Frau und einen stark betrunkenen Mann beobachtet hatte. Diese waren über die Puffer des Wagens gestiegen. Die beiden Betroffenen, die inzwischen am Bahnsteig standen, sind deshalb wegen unbefugten Betretens eines Fahrzeuges der Bahn angezeigt worden. Sowohl der Bürger aus Schweden als auch dessen 36-jährige polnische Begleiterin werden in diesem Zusammenhang mit einem Bußgeldbescheid rechnen müssen.

Der Schwede, der zur Tatzeit umgerechnet 3,28 Promille Atemalkohol hatte, wurde außerdem wegen des Verdachts der Sachbeschädigung angezeigt. Er hatte den Reifen eines Rollstuhles zerstochen. Der Rollstuhl gehört einem 54-jährigen Reisenden, der sich ebenfalls am Bahnsteig aufgehalten hatte. Der Geschädigte berichtete, dass der spätere Beschuldigte ihm erst einen Hut vom Kopf gerissen und anschließend mit einem Messer auf den Reifen losgegangen war. (SZ)

Zeugen, die weitere Beobachtungen gemacht haben, die mit dem Geschehen zusammenhängen könnten, sollten sich diese bitte mit der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf unter 03581 - 36 26 - 0 telefonisch in Verbindung setzen.

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