merken
PLUS Görlitz

Görlitzer Gärtner haben einen Wunsch

Görlitzer Stadtgärtner haben in den zunehmend trockenen Sommern viel zu gießen, damit die Blütenpracht nicht verdorrt. Doch es gäbe andere Lösungen.

Die Hochbeete auf dem Görlitzer Marienplatz werden von Mitarbeitern des Städtischen Betriebshofes bewässert - hier von Robert Grohmann.
Die Hochbeete auf dem Görlitzer Marienplatz werden von Mitarbeitern des Städtischen Betriebshofes bewässert - hier von Robert Grohmann. © Archivfoto: nikolaischmidt.de

Mit einem Wasserfass und Schlauch sind die Gärtner aus dem Görlitzer Betriebshof im Sommer im Stadtgebiet unterwegs. Viel Zeit und Wasser investieren sie in die Bewässerung der Görlitzer Schmuckplätze Marienplatz und Wilhelmsplatz. Auch die Blüten um die Blumenuhr vor dem Görlitzer Theater bekommen Wasser. Das Gießen per Hand ist anstrengend und dauert. Dabei gibt es elegante automatische Lösungen - aber die sind teuer.

Lediglich der Görlitzer Postplatz verfügt über eine automatische Unterflurbewässerung für den Wechselflor auf den Blumenstreifen. Die Anlage wurde eingebaut, als der Postplatz vor einigen Jahren neu gestaltet wurde. Eine automatische Bewässerung für die Rasenflächen gibt es aber auf dem Postplatz nicht.

Anzeige
IT-Techniker (m/w/d) gesucht
IT-Techniker (m/w/d) gesucht

Lust auf die Arbeit in einem inhabergeführten, wachsenden & innovativen Unternehmen? Der IT-Dienstleister INFOTECH besetzt Stellen!

Sommerbepflanzung 2020 auf dem Görlitzer Wilhelmsplatz. Die Größe des Platzes ist für die Stadtgärtner auch beim Gießen eine Herausforderung.
Sommerbepflanzung 2020 auf dem Görlitzer Wilhelmsplatz. Die Größe des Platzes ist für die Stadtgärtner auch beim Gießen eine Herausforderung. © André Schulze

Bewässerung per elektronischer Steuerung

Die elektronisch gesteuerte Bewässerung der Pflanzen hat viele Vorteile: Sie spart den Gärtnern Zeit. Die Pflanzen des Wechselflors erhalten das Wasser zur günstigsten Zeit - in den frühen Morgenstunden. "Blumenpflanzen wollen abends trocken ins Bett, früh aber nass heraus", erklärt Christian Freudrich, Mitarbeiter bei Stadtgrün, eine gärtnerische Erkenntnis. Abendliches Gießen der Blumen von oben macht es dem Pilzbefall leichter, weil die Sonne die Blätter nicht mehr trocknen kann. Gelangt das kostbare Nass direkt zu den Wurzeln, kann es gut aufgenommen werden, vor allem, wenn es beim Start in den Tag den Pflanzen zur Verfügung steht. Ein Feuchte-Sensor der Anlage steuert, wie viel Wasser zu den Beeten gelangen muss.

Eine Unterflurbewässerung auch auf dem Wilhelmsplatz würde also den Gärtnern Zeit für andere Arbeiten verschaffen - zum Beispiel für die aufwendige Beseitigung von Unkraut im Stadtgebiet. "Der Wilhelmsplatz ist im Sommer eine Herausforderung für das Gießen, weil er so groß ist", erklärt Freudrich. Die Gärtner stehen manchmal bis Mittag an den Blumenbeeten und gießen, aber eben nicht zur richtigen Zeit für die Pflanzen.

Abhilfe schaffen könnte auch hier eine Unterflurbewässerung. Doch die ist teuer. Etwa 30.000 Euro schätzt Christian Freudrich für die Anschaffung einer solchen Anlage für den Wilhelmsplatz. Bei der angespannten Haushaltslage der Stadt sieht er aber wenig Chancen auf die Umsetzung dieses Wunsches. Und so werden auch in diesem Jahr die Görlitzer Stadtgärtner mit Schlauch und Wasserwagen dafür sorgen, dass die Blütenpracht auf den Schmuckplätzen lange erhalten bleibt - schließlich zählen die blumengeschmückten Plätze zu den beliebtesten Fotomotiven in der Stadt.

Blick vom Dach der Post auf den Postplatz. Die Blumenbeete haben eine automatische Unterflurbewässerung, die Rasenflächen können aber nicht über eine Anlage bewässert werden.
Blick vom Dach der Post auf den Postplatz. Die Blumenbeete haben eine automatische Unterflurbewässerung, die Rasenflächen können aber nicht über eine Anlage bewässert werden. © André Schulze

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz