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Wird Birkenstock verkauft?

Medienberichten zufolge spricht die Familie mit Investoren. Was das für die Standorte in Görlitz und Bernstadt bedeuten könnte, ist völlig unklar.

Am Görlitzer Birkenstock-Standort werden Teile für die berühmten Birkenstock-Sandalen hergestellt.
Am Görlitzer Birkenstock-Standort werden Teile für die berühmten Birkenstock-Sandalen hergestellt. © Pawel Sosnowski

Sowohl in Görlitz als auch in Bernstadt zählen die Birkenstock-Werke zu den jeweils größten Unternehmen vor Ort - und das seit Jahren. Jetzt der Paukenschlag: Angeblich will die Familie hinter dem Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Linz hat, verkaufen. Wie die überregionalen Blätter Frankfurter Allgemeine (FAZ) und die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichten, verhandle der Sandalenhersteller mit Finanzinvestoren über einen Verkauf. Es heißt, Verhandlungspartner sei das Private-Equity-Haus CVC, das zuletzt unter anderem die Parfümeriekette Douglas kaufte und sich offenbar auch für den Bundesliga-Betreiber DFL interessiert.

Vom Unternehmen Birkenstock kommt dazu aktuell keine Aussage - nicht vom Pressesprecher, nicht von der hiesigen Standort-Leitung. Was ein Verkauf bedeuten könnte, ist daher in keinster Weise absehbar. Hängen demnächst vielleicht Tausende Jobs am seidenen Faden? Vor allem in Görlitz, wo das Werk im Gewerbegebiet Ebersbach sitzt, gab es in den vergangenen Jahren rasantes Wachstum. Die Mitarbeiterzahl schoss in die Höhe - allein um die 1.300 sind es in Görlitz, etwa 60 Prozent der Arbeiter kommen aus Polen. Exportiert wird in alle Welt. Die Oberlausitz ist sogar Kern der Birkenstock-Weltproduktion. Bis zu 90.000 Paar Sandalen sind hier pro Tag möglich.

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Auch baulich passierte in Görlitz viel. Wegen der gewachsenen Belegschaft wurde ein neues Sozialgebäude gebaut. Im Gebäude, wo Schlafsackhersteller Yeti produzierte, wurde ein Birkenstock-Werksverkauf eröffnet. Im vergangenen Jahr kündigte Birkenstock Yeti den Mietvertrag, Begründung: Man habe eigene Pläne mit dem Gebäude. Yeti zog daraufhin nach Rauschwalde um - in die frühere Hoy-Reha.

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