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Polizei stellt gestohlenen Wohnwagen sicher

Ein 43-Jähriger war mit dem Fahrzeug auf der A4 in Richtung Polen unterwegs. Nun erwarten ihn Konsequenzen.

Symbolbild
Symbolbild ©  dpa

Einen gestohlenen Wohnwagen haben Bundespolizisten in der Nacht zum Montag auf dem Autobahnrastplatz Wiesaer Forst sichergestellt.

Der Anhänger der Marke Fendt war im August 2017 in Deutschland entwendet worden, teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit. Anschließend verlor sich seine Spur - zumindest bis Montag, als die Beamten den Hänger am Skoda eines polnischen Autofahrers fanden. Der 43-Jährige zog den Caravan, an dem inzwischen französische Kennzeichen angebracht waren, über die A4 in Richtung Polen. Er erklärte, er habe das knapp vier Jahre alte Fahrzeug für 9.500 Euro in Frankreich gekauft. Ob das stimmt, überprüft nun das Autobahnpolizeirevier Bautzen im Zuge seiner Ermittlungen. Außerdem hatte der Skoda-Fahrer nicht den notwendigen Führerschein für ein Gespann von diesem Gewicht; auch dafür muss er sich verantworten.

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Gesuchter begleicht Geldstrafe online

Gut, dass es heutzutage ohne Weiteres möglich ist, auch mobil seine Bankgeschäfte zu erledigen. Diese Möglichkeit bewahrte beispielsweise einen Bürger aus Polen am Sonnabend vor einem längeren Gefängnisaufenthalt. Der 59-Jährige bezahlte gewissermaßen vor den Augen der Bundespolizei eine fällige Geldstrafe von 3600,57 Euro einschließlich Verfahrenskosten. Er war zuvor an der Görlitzer Stadtbrücke festgenommen worden. Grundlage für die Festnahme war ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Landshut beziehungsweise eine vorangegangene Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr, erklärt Engler.

Wieder Schwarzarbeiter an der Grenze gestoppt

In vier Fällen - zwei am Sonnabend, einer am Sonntag und ein aktueller Fall - ermittelt nun die Bundespolizei wegen des Verdachts des Einschleusens zugunsten von ukrainischen Staatsangehörigen.

In der Nacht zum Sonnabend geriet zunächst ein 37-jähriger Rumäne in den Verdacht, vier Ukrainer im Alter von 24, 34, 39 und 40 mit seinem Kleintransporter nach Deutschland gebracht zu haben. Der Verdächtige war gegen 4.30 Uhr an der Autobahnanschlussstelle Kodersdorf gestoppt worden. Vor seiner Entlassung musste er eine Sicherheitsleistung von 300 Euro entrichten. Die Höhe der Sicherheitsleistung bei den später nach Polen abgeschobenen Geschleusten bezifferte sich auf insgesamt 1.100 Euro.

Am Sonnabendnachmittag, kurz nach 16 Uhr, war ungefähr an gleicher Stelle ein ukrainisches Auto aufgefallen. Abgesehen davon, dass dessen ukrainische Insassen im Alter von 27, 34, 42 und 44 ausschließlich zum Schwarzarbeiten eingereist waren, hatte der 27-Jährige einen gefälschten slowakischen Pass, der 44-Jährige einen gefälschten polnischen Pass in der getragenen Kleidung versteckt.

Neben dem Vorwurf, gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen zu haben, sind die Männer mit den gefälschten Dokumenten laut Engler wegen Urkundenfälschung angezeigt worden. Ferner handelte der 34-jährige Kraftfahrer möglicherweise als Schleuser.

Ähnlich verhielt es sich am Sonntagmorgen. Wieder war bei Kodersdorf der Fahrer
eines ukrainischen Fahrzeuges als Schleuser in Erscheinung getreten. Der 23-Jährige hatte offensichtlich die Reise seiner Landsleute und Passagiere im Alter von 20, 21, 37 und 47 Jahren organisiert und dafür gesorgt, dass diese in Frankfurt am Main einen illegalen Arbeitsplatz auf einer Baustelle finden.

Den jüngsten Fall deckten die Beamten am Montag auf. Wieder war einer Streife auf der Autobahn bei Kodersdorf ein ukrainischer Transporter aufgefallen. Mit dem Fahrzeug waren abermals mutmaßliche ukrainische Bauarbeiter unerlaubt nach Deutschland eingereist. Sowohl der Fahrer, bei dem es sich ersten Erkenntnissen nach um den Schleuser handelt, als auch dessen acht Fahrgäste wurden zur Dienststelle mitgenommen. (SZ)

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