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"In meiner Jackentasche ist Stoff"

Polizisten haben am Wochenende einen Mann mit Marihuana am Görlitzer Bahnhof erwischt. Zudem ertappten sie mehrere Schwarzarbeiter und illegale Einwanderer.

Symbolbild
Symbolbild © SZ-Archiv

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Sonntagnachmittag am Görlitzer Bahnhof einen 19-Jährigen mit Drogen erwischt. Das teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit.

Der junge Mann fiel den Beamten auf, als sie dort auf Streife waren. Der Weißwasseraner erklärte später im Gespräch, dass er seit seinem 15. Lebensjahr Cannabis konsumiere. Auf die anschließende Frage, ob er verbotene Sachen mitführe, zeigte der mittlerweile 19-Jährige auf seine Jackentasche und meinte, darin habe er "Stoff". Tatsächlich kamen in der Tasche knapp 52 Gramm Marihuana, ebenso typische Drogenutensilien zum Vorschein: Grinder, Feinwaage und eine Glaspfeife.

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Das Betäubungsmittel sowie das "Zubehör" wurden sichergestellt, der Teenager wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt, so Engler.

Mutmaßliche Schwarzarbeiter erwischt

Am Sonnabendvormittag haben Bundespolizisten auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße einen ukrainischen Kleinbus mit mutmaßlichen Schwarzarbeitern gestoppt. Darin saßen insgesamt neun Passagiere, sechs davon aus der Ukraine, drei aus Rumänien. Der rumänische Fahrer ergriff für alle das Wort und teilte mit, dass man gemeinsam in Belgien zum Einkaufen gewesen sei, so Engler.

Für einen Teil der Männer könnte diese Aussage zutreffen, dennoch haben wohl ein 37-jähriger und ein 34-jähriger Ukrainer die Zeit dabei aus den Augen verloren: der Ältere hat demnach den Aufenthaltszeitraum um 90, der Jüngere um 22 Tage überschritten. Bei drei Ukrainern im Alter von 26, 46 und 51 bestehen dagegen Zweifel hinsichtlich ihres Aufenthaltsortes. "Ersten Erkenntnissen nach haben sie ohne Genehmigung in Deutschland gearbeitet. So wurden bei dem 26-Jährigen 3.700 Euro, bei dem 46-Jährigen 2.800 Euro illegal erlangter Arbeitslohn beschlagnahmt", sagt der Bundespolizei-Sprecher. Die mutmaßlichen Schwarzarbeiter müssen nun mit ihrer Ausweisung durch die zuständige Ausländerbehörde rechnen.

Beamte nehmen illegale Einwanderer in Gewahrsam

Einige Stunden später haben Bundespolizisten sieben Männer aus Syrien in Gewahrsam genommen. Gegen 22.30 Uhr waren zunächst zwei, eine reichliche Stunde später nochmals fünf Syrer, über die Görlitzer Stadtbrücke zu Fuß nach Deutschland gelangt und dabei mehr oder weniger den Beamten in die Arme gelaufen.

Die Aufgegriffenen, deren Alter laut Bundespolizei zwischen 18 und 32 Jahren liegt, wurden erkennungsdienstlich behandelt und vernommen. Sie gaben dabei zu Protokoll, dass sie nach Polen geschleust wurden, dort aber nicht bleiben wollten. Inzwischen haben die Migranten die Dienststelle in Richtung Erstaufnahmeeinrichtung verlassen.

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