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Polizei findet drei illegale Einwanderer

Die Teenager hielten sich am Bahnhof und an der Christoph-Lüders-Straße auf. Zudem erwischten die Beamten einen Dieb, einen Betrüger und einen Schwarzarbeiter.

Symbolbild
Symbolbild © Friso Gentsch/dpa

Polizisten haben am Sonntag mehrere illegale Einwanderer in Görlitz geschnappt. Zunächst wurde das Revier informiert, dass zwei junge Ausländer vor dem Bahnhof mit Autofahrern in Kontakt traten. Beamte stellten kurz darauf gegen 9.15 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude zwei Unbekannte, die anschließend von Ludwigsdorfer Bundespolizisten in die Dienststelle mitgenommen wurden, erklärt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler.

Ungefähr eine Stunde später klingelte im Neißerevier erneut das Telefon, weil ein aufmerksamer Bürger in der Nähe der Christoph-Lüders-Straße/Ecke Siebenbörner (Helenenbad) einen weiteren ausländischen Mann beobachtet hatte. Als dieser die Beamten erkannte, wollte er davonrennen. Das gelang ihm aber nicht, auch er kam später bei der Bundespolizei in Gewahrsam. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den unerlaubt eingereisten Personen um zwei 14-Jährige und einen 19-Jährigen aus Afghanistan. Alle drei sind laut Engler noch am Sonntag zu einer Kinder- und Jugendlichen-Aufnahmeeinrichtung im Landkreis gebracht worden.

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Schwarzarbeiter fliegt auf

Er habe lediglich seinem Bekannten im Landkreis Elbe-Elster einen Gefallen getan und ihm beim Renovieren geholfen, erklärte ein 32-jähriger mutmaßlicher Schwarzarbeiter aus der Ukraine der Bundespolizei. Da es sich um ein illegales Arbeitsverhältnis handelte, beschlagnahmten die Beamten den Arbeitslohn von 2.450 Euro. Der Mann erhielt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Zudem droht ihm laut Bundespolizei-Sprecher eine Abschiebung. Er saß in einem Bus in Richtung Polen, als Bundespolizisten ihn am Sonntagnachmittag auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße kontrollierten.

Nach Unfall einfach weitergefahren

In der Nacht zum Sonntag haben Bundespolizisten auf der A4 einen Unfallflüchtigen in einem britischen Toyota entdeckt, als der in den Autobahntunnel Königshainer Berge in Richtung Polen fuhr. Auf dem nächsten Rastplatz schauten sich die Ordnungshüter das Auto näher an, entdeckten dabei neben Blechschäden an der rechten Fahrzeugseite einen zertrümmerten Frontscheinwerfer sowie ein zertrümmertes Rücklicht. Auf Nachfrage erklärte der polnische Fahrer, dass er von Polen nach Deutschland gereist sei und kurz darauf auf Höhe des Rastplatzes Löbauer Wasser die Kontrolle über seinen Avensis verlor, weil die Straße so glatt war. Dabei habe er die Leitplanke touchiert, sei aber weitergefahren, so der 34-Jährige. Gegen ihn ermittelt nun das Autobahnpolizeirevier Bautzen wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Mutmaßlicher Autodieb ohne Führerschein unterwegs

Auf dem Rastplatz Wiesaer Forst an der A4 haben Bundespolizisten am Sonntagmorgen einen 39-jährigen Polen kontrolliert, der einiges auf dem Kerbholz hatte. So stellten die Fahnder laut Engler fest, dass der französische Renault Master, mit dem er unterwegs war, wahrscheinlich Anfang dieses Jahres in Frankreich gestohlen wurde. "Manipulationen an verschiedenen Stellen des Fahrzeuges und auch falsche Kennzeichenschilder unterstreichen diese Wahrscheinlichkeit", erklärt der Bundespolizei-Sprecher.

Außerdem war das Auto nicht versichert und der Fahrer besaß keinen Führerschein. Polnische Behörden teilten mit, dass der Schein vor fast genau einem Jahr eingezogen wurde und dass der 39-Jährige noch für die kommenden zwei Jahre Fahrverbot hat. Die Görlitzer Kripo übernahm den Fall, ordnete das Sicherstellen des Transporters an, dessen Zeitwert 10.000 Euro beträgt.

Polizei schnappt gesuchten Betrüger

Ein gesuchter 34-jähriger lettischer Staatsangehöriger lief beziehungsweise fuhr am Sonntagvormittag auf der A4 bei Nieder Seifersdorf Bundespolizisten in die Arme. Wegen Betruges in Verbindung mit Urkundenfälschung ermittelt die Berliner Polizei seit August 2019 gegen ihn. Im Herbst des gleichen Jahres hatte das Amtsgericht Tiergarten in diesem Zusammenhang die Untersuchungshaft angeordnet und später einen Haftbefehl auf den Beschuldigten ausgestellt. Zwischenzeitlich war er zur Fahndung ausgeschrieben. Nach seiner Festnahme setzte am Montagvormittag der Görlitzer Ermittlungsrichter den Haftbefehl in Vollzug. Inzwischen befindet sich der Lette hinter Gitter.

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