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Polizei weckt Betrunkenen zwischen Autos

Ein Zeuge hatte ihn an der Christoph-Lüders-Straße in Görlitz entdeckt. Zudem fanden die Beamten Schwarzarbeiter, Schleuser und einen Drogenbesitzer.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: Eric Weser

Eine aufmerksame Bürgerin hat am Dienstagabend die Görlitzer Polizei über eine hilflose Person verständigt. Die Beamten eilten daraufhin in die Christoph-Lüders-Straße. Dort fanden sie einen Mann, der zwischen geparkten Autos lag. Darüber informiert Bundespolizei-Sprecher Michael Engler.

Noch bevor der Rettungswagen eintraf, war es den Uniformierten gelungen, den Schlafenden zu wecken. Wie sich herausstellte, war die Ursache für den Tiefschlaf wohl, dass er stark betrunken war - ein Testgerät zeigte umgerechnet 2,8 Promille Atemalkohol an. Wenngleich der Betrunkene keine Dokumente mitführte, wurde er schnell identifiziert. Demnach handelt es sich um einen polnischen Bürger, gegen den ein Einreise- und Aufenthaltsverbot erlassen worden war. Der 46-Jährige hätte demnach nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Die Bundespolizei übernahm den Fall, erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Freizügigkeitsgesetz. Nach entsprechender Ausnüchterung wurde er laut Engler noch am selben Abend nach Zgorzelec abgeschoben.

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Schleuser und mehrere Schwarzarbeiter geschnappt

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Dienstag gegen sieben Staatsangehörige aus der Ukraine und am Mittwoch gegen zwei Staatenlose Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet.

Am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte in der Nähe der A 4 bei Kodersdorf einen ukrainischen Mercedes-Benz Sprinter. "Dessen sieben ukrainische Passagiere verstrickten sich gegenüber den Bundespolizisten in Widersprüche hinsichtlich ihres Reiseziels und des Reisezwecks", erklärt Engler. Außerdem behaupteten sie, nur eine gewisse Zeit in Deutschland bleiben zu wollen, hatten dafür aber viel zu viel Geld dabei.

Später stellte sich auch heraus, dass die Ukrainer nur nach Belgien fahren wollten, um dort zu arbeiten. Doch ohne Reiseberechtigung durften sie nicht weiterfahren. Die beiden Frauen im Alter von 45 und 59 und ihre männlichen Begleiter im Alter von 20 bis 61 wurden nach Polen abgeschoben. Dem 32-jährigen Fahrer des Sprinters wird ferner vorgeworfen, seine sechs Landsleute nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Die beiden Staatenlosen, eine Frau im Alter von 59 Jahren und ein Mann im Alter von 36 Jahren, wurden vor wenigen Stunden gegen 1.30 Uhr an gleicher Stelle erwischt und zur Dienststelle mitgenommen. Auch ihnen drohen nun die unmittelbare Abschiebung nach Polen sowie die gleichen strafrechtlichen Konsequenzen wie den ukrainischen Drittstaatlern. Ersten Erkenntnissen nach wollte die 59-Jährige in den thüringischen Wartburgkreis, um dort ohne Genehmigung als Pflegekraft zu arbeiten. Der 36-Jährige hatte sich als Bauarbeiter auf den Weg nach Limburg gemacht. Eine Aufenthaltsgenehmigung, die eine Erwerbstätigkeit zugelassen hatte, besaß auch er nicht.

Mann hat verbotenes Springmesser im Rucksack

Nachdem Bundespolizisten einen Blick in den Rucksack eines 38-Jährigen geworfen hatten, erstatteten sie zwei Anzeigen gegen den Mann. Dabei geht es bei der ersten Anzeige um einen Verstoß gegen das Waffengesetz beziehungsweise um ein verbotenes Springmesser, welches gefunden und sichergestellt wurde. Die zweite Anzeige betrifft einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Neben dem Messer hatten die Beamten etwa ein Gramm Crystal entdeckt und es beschlagnahmt. Der Rucksack-Träger wurde laut Bundespolizei am Dienstagabend im Görlitzer Bahnhof angetroffen, während er auf seinen Zug wartete. (SZ)

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