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Schwarzarbeiter mit falschen Pässen erwischt

Bei der Kontrolle eines Reisebusses bei Kodersdorf am Freitag war etwas im Argen. Am frühen Montagmorgen gab es dann einen ähnlichen Fall.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: dpa

Einen gefälschten griechischen Ausweis hat am Freitag ein 22-jähriger Mann vorgezeigt, als Bundespolizisten an der A 4 bei Kodersdorf einen polnischen Reisebus kontrollierten. "Schnell war klar, dass es sich bei dem Ausweis um eine Fälschung handelt. Doch bei einem falschen Ausweis sollte es nicht bleiben, denn in der Gürteltasche des Mannes befand sich eine weitere gefälschte rumänische Identitätskarte mit seinem Foto", teilt Ivonne Höppner, Sprecherin der Bundespolizei Ludwigsdorf, mit. Als die Polizisten ihn weiter durchsuchten, fanden sie eine Passkopie seines Reisepasses. Die fahndungsmäßige Überprüfung ergab schließlich, dass es sich bei dem jungen Mann um einen syrischen Staatsangehörigen handelt.

Woher er die gefälschten Dokumente hat, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Gegen den Syrer wurde laut Höppner ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes eingeleitet. Die beiden Pässe stellten die Beamten sicher. Der Syrer wurde an die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung für Migranten übergeben.

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Mann verstrickt sich in Widersprüche

Am frühen Montagmorgen hielten Bundespolizisten in Kodersdorf einen polnischen Bus an und kontrollierten ihn. Der 45-jährige Weißrusse wies sich mit seinem gültigen weißrussischen Reisepass aus. In seiner Geldbörse fanden die Beamten einen gefälschten slowenischen Pass.

Ermittlungen ergaben, dass der Mann in Deutschland arbeiten wollte. Die dafür erforderliche Genehmigung hatte er nicht. Der Pass wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, der unerlaubten Einreise sowie der Schwarzarbeit wurde eingeleitet. Der Mann wurde nach Polen abgeschoben und darf die nächsten vier Jahre nicht wiederkommen.

Gegen einen 61-jährigen Ukrainer wird ebenfalls wegen der unerlaubten Einreise sowie der Schwarzarbeit ermittelt. Er saß ebenfalls in dem besagten polnischen Bus und machte bei der Kontrolle widersprüchliche Angaben. Er wollte für einen Tag seinen Freund besuchen, doch eine Arbeitsaufnahme war nicht ausgeschlossen. Auch er hatte keine erforderliche Genehmigung. Der Ukrainer wurde nach Polen abgeschoben, einhergehend mit einem zweijährigen Einreiseverbot.

Auf dem Rückweg in ihre Heimat war eine 45-jährige Ukrainerin. Die Frau wurde in Kodersdorf in einem ukrainischen Bus festgestellt. Sie wies sich mit ihrem gültigen ukrainischen Reisepass aus. Die Überprüfung ergab, dass sie ihre zulässige Aufenthaltsdauer im Schengenraum über 400 Tage überschritten hatte.
Auch sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 400 Euro erhoben. Die Ukrainerin wurde laut Bundespolizei der zuständigen Ausländerbehörde übergeben. (SZ)

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