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Bundespolizei ertappt zwei Schleuser auf frischer Tat

Zudem griffen die Beamten in Kodersdorf und Görlitz von Sonnabend bis Montag 32 Flüchtlinge auf. Über den Verbleib der Schleuser wird ein Richter entscheiden.

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Symbolbild © Symbolbild: Swen Pförtner/dpa

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben allein am Sonnabend 17 irakische Migranten in Gewahrsam genommen. Unter den Aufgegriffenen befanden sich zwei Kinder im Alter von zwei und fünf, eine 25-jährige Frau sowie 14 Männer im Alter von 20 bis 48 Jahren. Das teilt Ivonne Höppner, Sprecherin der Bundespolizei Ludwigsdorf, mit.

Die Beamten fanden die Personen an drei unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten. Gegen 6.45 Uhr waren so zunächst zwei Männer und eine vierköpfige Familie in Görlitz von Bundes- und Landespolizisten kontrolliert worden. Wenige Stunden später folgten die Polizisten einem Bürgerhinweis und eilten nach Kodersdorf. Dort hielten sich gegen 9 Uhr weitere vier Männer auf. Schließlich erhielt die Dienststelle am Abend mehrere Hinweise, wonach orientalisch aussehende Personen entlang einer Straße in Kodersdorf laufen würden. Tatsächlich sind dann gegen 18.45 Uhr in der Ortslage Kodersdorf Bahnhof sieben Iraker aufgegriffen worden.

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Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden die Aufgegriffenen mittlerweile in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht. Laut Bundespolizei sind die betreffenden irakischen Staatsangehörigen zweifellos nach Deutschland geschleust worden.

Am darauffolgenden Sonntag wurden nochmals elf irakische Migranten aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wurden am Abend gegen 19.45 Uhr in Kodersdorf ein Fiat mit polnischem und ein VW Caddy mit schwedischem Kennzeichen kontrolliert. Die Fahrzeuge wurden von kosovarischen Staatsangehörigen gefahren (23, 21). Im Auto des 23-Jährigen befand sich eine fünfköpfige Familie (39, 37, 16, 14, 5), im Auto des 21-Jährigen gleichfalls eine fünfköpfige Familie (43, 37, 19, 18, 13) sowie ein allein reisender 22-Jähriger. Die Kosovaren wurden wegen des Verdachts des Einschleusens festgenommen. Über den Verbleib der Verdächtigen wird am Montag ein Richter entscheiden. Die Geschleusten wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle gebracht.

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Schließlich wurde eine Streife am frühen Montagmorgen auf vier Männer aufmerksam, welche ziellos durch Görlitz liefen. Bei den Ausländern handelt es sich um zwei Jemeniten (35, 25), einen 35-jährigen Syrer und einen 33-jährigen Palästinenser. Auch diese vier sind in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle gebracht worden. (SZ)

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