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Kontrolliert in Görlitz: Mann hat Strafe nicht beglichen und fährt ohne Fahrerlaubnis

Ein Slowake fiel jetzt an der Grenzkontrollstelle auf der Autobahn gleich zweimal auf. Was die Bundespolizei noch berichtet.

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Symbolfoto
Symbolfoto © Symbolfoto: Paul Glaser

Am vergangenen Wochenende festgenommen

Ihre Namen standen auf der Fahndungsliste, am vergangenen Wochenende sind zwei polnische Männer (48 Jahre, 38 Jahre), ein 25-jähriger Litauer und ein 24 Jahre alter Slowake von der Bundespolizei bei der Grenzkontrolle an der A4 in Ludwigsdorf festgenommen worden. Das teilt am Montag Michael Engler mit, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf.

Nach dem 48-Jährigen aus Polen fahndete die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Der vom Amtsgericht Nürnberg wegen Diebstahls Verurteilte hatte wohl vergessen, die angeordnete Geldstrafe zu bezahlen. Nachdem er nun mehr oder weniger freiwillig die fälligen 800 Euro auf den Tisch gelegt hatte, reiste er weiter.

Auch der 25-Jährige aus Litauen konnte seine Reise nach der Kontrolle in Ludwigsdorf fortsetzen. Allerdings war vorher ebenfalls eine Geldübergabe fällig, in seinem Fall ging es um 1.136 Euro. Die nunmehr beglichene Strafe war vom Amtsgericht Olpe wegen Sachbeschädigung erlassen worden.

Zwar ging es auch für den 24-Jährigen nach einem kurzen Zwischenstopp weiter, jedoch ohne fahrbaren Untersatz, so der Bundespolizeisprecher. Der slowakische Mann war mit seinem VW Passat in die Kontrollstelle eingefahren. Anschließend wurden die Beamten stutzig, denn dem bekanntgewordenen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stuttgart lag ein Urteil des Amtsgerichts Stuttgart wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zugrunde. Der betreffende Haftbefehl ist nach Zahlung der offengebliebenen Forderung von 1.380 Euro Strafe, 20 Euro Strafarrest sowie 175,75 Euro Verfahrenskosten gelöscht worden.

Allerdings war bei einer weiteren Überprüfung seiner Personalien zudem festgestellt worden, dass eine behördliche Fahrerlaubnissperre bis zum Herbst dieses Jahres besteht, der Slowake demnach hinter dem Lenkrad des VW nichts verloren hatte. Insofern wurde Anzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet, die Weiterfahrt selbstverständlich untersagt.

Der 38-jährige Pole wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ihm fehlten die finanziellen Mittel, um einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau beziehungsweise den wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls angeordneten Ersatzfreiheitsentzug vom Amtsgericht Wittenberg abzuwenden. Letztlich hätte er in diesem Zusammenhang 1.700 Euro aufbringen müssen.