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Bundespolizei greift erneut irakische Flüchtlinge auf

Insgesamt 16 Personen wanderten am Wochenende in den Landkreis Görlitz ein. Vermutlich erneut von polnischen Schleppern über die Neiße gebracht.

Symbolfoto
Symbolfoto © AP

Beamte der Bundespolizei Ludwigsdorf haben über das Wochenende 16 Staatsangehörige aus dem Irak in Gewahrsam genommen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Wochenende mitteilte, wurden die Flüchtlinge in Ödernitz und Holtendorf angetroffen.

Am Sonnabendmorgen hatte ein aufmerksamer Zeuge darüber informiert, dass er beim Nieskyer Ortsteil Ödernitz eine auffällige Personengruppe beobachtet hatte. Wenige Minuten später griffen die Bundesbeamten gegen 6.50 Uhr unmittelbar an der B 115 eine Frau, ein Kind und drei Männer auf. Die Erwachsenen teilten später mit, dass sie mit einem dunkel lackierten, polnischen Pkw - möglicherweise ein Taxi - in Ödernitz abgesetzt wurden. Die fünfköpfige Gruppe ist noch am Sonnabendabend zu einer Erstaufnahmeeinrichtung gebracht worden.

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Am Sonntag war es dann eine Bundespolizeibeamtin, die in ihrer Freizeit in Holtendorf (Gemeinde Markersdorf, Landkreis Görlitz) in der Nähe des dortigen Sportplatzes zunächst sechs Personen gesehen hatte. Ihre hinzugerufenen Kollegen stellten gegen 11 Uhr dann insgesamt elf irakische Migranten, darunter eine Frau, fest. Wie diese Gruppe nach Holtendorf gelangte, ist derzeit noch unklar.

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