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Bundespolizei stellt 37 Lkw-Batterien sicher

Ein mutmaßlicher Hehler war damit auf der A4 bei Kodersdorf unterwegs. Er wollte sie für 5 Euro bei einer Privatperson gekauft haben. Nun erwarten ihn Konsequenzen.

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Symbolbild © dpa

Einen mutmaßlicher Hehler haben Bundespolizisten am Dienstagnachmittag auf der A4 erwischt. Zunächst wurden die Beamten im Autobahntunnel Königshainer Berge aufmerksam auf einen polnischen Kleintransporter, teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit. Das Fahrzeug sei plötzlich im Spiegel des Dienstfahrzeuges aufgetaucht und sollte angehalten werden. Anstatt dem Streifenwagen bis zur Kontrollposition zu folgen, wechselte der Fahrer mehrmals die Fahrspuren, ignorierte auch alle Anhaltesignale.

"Erst an der Anschlussstelle Görlitz gelang es mit der Unterstützung weiterer Streifen, den Peugeot Boxer zu stoppen. Auf dem Rastplatz An der Neiße folgte anschließend eine eingehende Kontrolle", erklärt Engler. Zunächst erklärte der 31-jährige polnische Fahrer, dass er deshalb so schnell unterwegs sei, weil er nur noch wenig Kraftstoff im Tank habe und deshalb zügig nach Polen wolle. Weil der Mann weder Führerschein noch Zulassungsbescheinigung dabei hatte, war zunächst eine Datenabfrage bei den polnischen Behörden notwendig. Demnach ist der 31-Jährige im Besitz einer Fahrerlaubnis.

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Batterien im Januar aus Werkstatt gestohlen

Bei dem Peugeot handelte es sich ferner um einen Mietwagen, dessen Nutzung vertraglich geregelt war. Bei der Ladung sah die Sache allerdings ganz anders aus: Im Laderaum kamen zunächst gebrauchte Autobatterien zum Vorschein. Dazu gab der spätere Beschuldigte zu Protokoll, dass er diese für insgesamt 5 Euro bei einer Privatperson gekauft habe. Ersten Ermittlungen nach wurden die Batterien jedoch im Januar aus einer Lkw-Werkstatt im Saalekreis gestohlen.

In diesem Zusammenhang wurde der Fahrer wegen des Verdachts der Hehlerei angezeigt, nachdem die Beamten die Ladung sichergestellt hatten. Weil es sich um alte, in der Werkstatt ausgetauschte Lkw-Batterien handelte, bestand weiterhin der Verdacht, dass gegen Abfallvorschriften verstoßen wurde.

Vor diesem Hintergrund verständigten die Bundespolizisten ihre Kollegen vom Zoll. Der Zoll übernahm den Fall und die sichergestellten 37 Lkw-Batterien. Nach Erstattung einer Ordnungswidrigkeitenanzeige prüft nun die Landesdirektion Sachsen, inwiefern ein Fall der illegalen Abfallbeseitigung vorliegt. (SZ)

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