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Chips-Erfinder brauchen Görlitzer Stimmen

Vier Görlitzer Schüler haben Gemüsechips entwickelt. Daraus könnte bald eine echte Firma werden. Es geht um das Startkapital.

Emma Friedrichs, Louise Dobslaff, Johanna Riedel und Johann Ludewig haben es mit ihren Chips wieder weit nach vorne geschafft.
Emma Friedrichs, Louise Dobslaff, Johanna Riedel und Johann Ludewig haben es mit ihren Chips wieder weit nach vorne geschafft. © privat

Erneut könnten die vier Görlitzer Erfinder der Gemüse-Chips "Ganzze Pflanzze" bundesweit ganz weit vorne landen - und 10.000 Euro Startkapital für ihre Geschäftsidee gewinnen.

Die Schüler des Augustum-Annen-Gymnasiums, Emma Friedrichs, Johanna Riedel, Louise Dobslaff und Johann Ludewig, haben zweischichtige Chips, bei denen Gemüse vollständig verwertet wird, entwickelt. Vor Kurzem schafften sie es damit beim Bundesfinale des Wettbewebs "[email protected]" bereits auf den dritten Platz und konnten ihre Gemüsechips zum Patent anmelden.

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Chips aus ganzer Pflanze

Bei "[email protected]" beteiligt sich das Augustum-Annen-Gymnasium seit 18 Jahren. Die Gemüsechips waren das erste Projekt, das es im Bundesfinale aufs Treppchen geschafft hat. Nun gehören die vier Schüler mit ihrer Idee außerdem zu den besten Teams bei einem anderen Wettbewerb, „Startupteens“, teilt Emma Friedrichs mit. Es handelt sich dabei um einen Startup-Wettbewerb, der von zahlreichen Unternehmen unterstützt wird, darunter Facebook, das Social-Media Unternehmen TikTok, das Veranstaltungsportal Eventim, mehrere Hochschulen wie die Universität Oldenburg.

Die Entwicklung der Chips, hier aus Möhren, hatte diverse Versuche im Dörrautomaten und viel Geduld verlangt.
Die Entwicklung der Chips, hier aus Möhren, hatte diverse Versuche im Dörrautomaten und viel Geduld verlangt. © privat

Tester waren begeistert

Die vier Görlitzer Schüler hatten zum Beispiel Proben ihres Produkts verschickt. Darauf habe es viele positive Rückmeldungen gegeben, so Emma Friedrichs. Es hatte enorm viele Versuche gebraucht, aus einer kompletten Pflanze ohne weitere Zusatzstoffe ein schmackhaftes Produkt zu erzeugen. Den Reaktionen nach aber habe das Ergebnis offenbar einen aktuellen Trend und den Geschmack getroffen, so Emma Friedrichs.

Ein Online-Voting entscheidet jetzt darüber, welche Teams in das Deutschlandfinale von "Startupteens" einziehen und dem Startkapital von 10.000 Euro damit einen Schritt näher kommt. „Wir hoffen, so eine weitere Hürde zum Aufbau einer reellen Firma zu nehmen.“

Die vier Görlitzer Jugendlichen sind mit ihrem Produkt in der Kategorie "Consumer Products" gestartet. Unterstützen kann man sie noch bis Freitag mit seiner Stimme auf der Internetseite des Wettbewerbs.

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