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Kreis Görlitz: 31 neue Coronafälle

Ob es an den Feiertagen liegt oder den Schulferien: Im Kreis Görlitz stagnieren die Coronazahlen. Anders ist es in der Nachbar-Woiwodschaft Schlesien.

Am Dienstag können die Kitas wieder öffnen. Für Erzieher gilt eine Testpflicht.
Am Dienstag können die Kitas wieder öffnen. Für Erzieher gilt eine Testpflicht. © dpa-Zentralbild

Landrat Bernd Lange hatte am Donnerstag bereits vermutet, dass die Ferien und damit die schulfreie Zeit ersten Einfluss zeigen. Eine andere Erklärunge wären weniger Testmöglichkeiten über die Feiertage. Im Kreis Görlitz ist jedenfalls die Zahl der Coronainfektionen erneut etwas gesunken.

Am Sonnabend meldete das Kreisgesundheitsamt 31 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Bei den Betroffenen handelt es sich um 27 Erwachsene und vier Kinder. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz zu Wochenbeginn noch über der 200-Grenze, ist sie über die Woche stetig leicht gesunken, liegt aktuell bei 182. Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert mit 172 an.

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Kitas ab Dienstag wieder offen

Zu hoch sind diese Zahlen aber noch bei Weitem für ein Modellprojekt nach dem Tübinger Vorbild. Am Donnerstag hatte Bernd lange davon gesprochen, dass er sich ein solches Vorhaben für den gesamten Landkreis vorstellen könne. Ziel sei ein Konzept gemeinsam mit der Hochschule Zittau-Görlitz. Für eine Umsetzung aber sein die aktuellen Zahlen noch zu hoch. Aber einige Lockerungen gelten seit Donnerstag. Nach den Feiertagen, am Dienstag, können auch die Kitas im Kreis Görlitz wieder öffnen.

Hier gilt für die Erzieher eine regelmäßige Testpflicht. Die Öffnung sei eine schwierige Entscheidung gewesen, erklärte Bernd Lange. Denn gerade an Kitas und Schulen gab es zuletzt zahlreiche Infektionen. Vermutlich durch die britische Coronavariante, die sich offenbar gerade unter Kindernn und Jugendlichen schneller verbreitet. Mit Stand vom Sonnabend sind in 32 Kitas und Horten im Kreis aktuell 46 Coronafälle bekannt. Bei 12 davon wurde die britische Variante festgestellt. Nicht jede Probe wird aber extra auf Varianten untersucht.

Insgesamt meldete der Landkreis am Sonnabend weitere 20 Fälle der Mutation, die unter den bereits bekannten Fällen festgestellt wurden. Im Landkreis Görlitz sind bislang 374 Fälle der britischen Variante nachgewiesen worden, 141 davon sind aktuell noch aktiv.

Stabil ist die Lage in den Kliniken. Derzeit müssen 94 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt werden, 17 von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Laut dem Intensivregister divi benötigen elf von ihnen eine Beatmung.

Rekordzahlen in Schlesien

Deutlich schwieriger die Lage derzeit in Polen, wo die Neuinfektionen vor zwei Tagen erneut auf Rekordhöhe stieg: 35.251 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stundne meldete das polnische Gesundheitsamt am Donnerstag. 30.541 waren es laut WHO am Freitag. Deshalb wurden beispielsweise die Regelungen für Kirchgänge zu Ostern, in Polen eigentlich die wichtigsten Feiertage, kürzlich noch mal verschärft. Von der schwierigen Lage ist vor allem die Woiwodschaft Schlesien betroffen. Am Mittwoch etwa wurden dort alleien 6.092 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Der polnische Gesundheitsminister Adam Nieszielski sprach von einer kritischen Situation, was die Zahl der Neuinfektionen als auch die Versorgung von Covid-Patienten in den Kliniken angehe.

Im Kreis Zgorzelec kamen am Freitag 43 Neuinfektionen hinzu, bei 155 Testungen. Auch zwei weitere Todesfälle vermeldete der Görlitzer Nachbarkreis. Auch in Zgorzelec gibt es eine Covid-Station. Sie ist mit 20 Betten ausgestattet. Laut dem ärztlichen Direktor sei die Lage aktuell beherrschbar. Zum 12. April soll die Covid-Abteilung um 26 Betten erweitert werden.

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