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Kreis Görlitz: Corona fordert 18 weitere Menschenleben

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter, doch gleichzeitig steigt die Zahl der Todesfälle auf einen Höchststand in der vierten Welle.

Von Susanne Sodan
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Auf dem Görlitzer Friedhof ist derzeit viel zu tun. Nicht nur, aber auch wegen Corona.
Auf dem Görlitzer Friedhof ist derzeit viel zu tun. Nicht nur, aber auch wegen Corona. © Martin Schneider

Im Landkreis Görlitz wurden am Freitag im Vergleich zum Vortag 288 neue Corona-Infektionen festgestellt. Es handelt sich um 240 Erwachsene und 48 Kinder. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist damit beim RKI auf 657 gesunken, der Landkreis Görlitz gibt den Wert mit 790 an.

Gestiegen ist allerdings die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Zwischen dem 2. und 13. Dezember gab es 18 weitere Todesfälle. Es handelt sich um neun Frauen im Alter von 79 bis 98 Jahren und neun Männer im Alter von 57 bis 93 Jahren. Sie lebten in Ebersbach-Neugersdorf (2), Gablenz, Görlitz (3), Löbau (2), Neusalza-Spremberg, Reichenbach, Rothenburg, Seifhennersdorf, Vierkirchen( 2), Weißkeißel und Zittau (2).

Höchste Todeszahl-Meldung seit zweiter Welle

Die Zahl der Todesfälle steigt in der Regel erst einige Wochen nach einer Infektions-Hochphase - aufgrund der Krankheitsverläufe, das hatten die bisherigen Wellen gezeigt. Die 18 zum Freitag gemeldeten Todesfälle sind der bisherige Höchststand in der vierten Welle. Im Vergleich zur zweiten Welle ist es keine Höchst- aber eine hohe Zahl. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 1.349 Personen im Kreis Görlitz in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben, seit Oktober dieses Jahres rund 190.

Im Krankenhaus müssen wegen einer Corona-Erkrankung derzeit 186 Personen behandelt werden. 26 von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 50 Prozent der Patienten auf der Normalstation und 73 Prozent der Patienten auf der ITS sind ungeimpft, teilt der Landkreis mit. Wie der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu im jüngsten Stadtrat am Donnerstagabend schilderte, seien zum Beispiel unter den ITS-Patienten am Städtischen Klinikum keine Personen geimpft, am St.-Carolus -Krankenhaus seien zwei ITS-Patienten geimpft. Ihre letzte Impfung habe schon lange zurückgelegen.

Weitere Schulklasse im Homeschooling

Zu entspannen scheint sich weiter die Lage unter den Kindern und Jugendlichen. Aktuell sind landkreisweit 115 Schulen und 98 Kitas oder Horte von Corona-Fällen betroffen. Eine weitere Teilschließung einer Schule gilt aber seit Freitag: Eine vierte Klasse der Grundschule Markersdorf muss bis Mitte kommender Woche in den Heimunterricht, nachdem bei fünf Kindern Corona-Infektionen festgestellt wurden.