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Polen mit weiteren Einschränkungen

Die Grenze ist weiterhin geöffnet, doch das öffentliche Leben wird zurückgefahren. Weichen die Polen dafür nun nach Deutschland aus?

Wiederöffnung der Grenze zu Polen auf der Görlitzer Altstadtbrücke am 13. Juni: noch bleibt die Grenze weiter offen, auch wenn Polen wegen der hohen Coronazahlen weitere Einschränkungen beschlossen hat.
Wiederöffnung der Grenze zu Polen auf der Görlitzer Altstadtbrücke am 13. Juni: noch bleibt die Grenze weiter offen, auch wenn Polen wegen der hohen Coronazahlen weitere Einschränkungen beschlossen hat. © Nikolai Schmidt

Ab Sonnabend gelten im Nachbarland weitreichende Einschränkungen. Grund sind auch hier weiter steigende Corona-Zahlen. Laut dem Portal polen.insider.de verdoppelten sich die Infektionszahlen in der letzten Woche nahezu. Wurden am 9. Oktober noch 4739 neue Fälle gemeldet, waren es am Donnerstag schon 8099. Deshalb gab es am Donnerstag auch ein Krisenstabstreffen, weitere Beschränkungen wurden beschlossen und gelten ab Sonnabend. So gibt es eine gelbe und eine rote Zone. 

Am Vormittag dürfen nur Senioren einkaufen

Zur gelben Zone gehört auch die unmittelbare Nachbarregion des Landkreises Görlitz - das polnische Niederschlesien. Hier werden beispielsweise die Öffnungszeiten von Läden und Restaurants eingeschränkt - auf 6 bis 21 Uhr. Hochzeiten und Sonderveranstaltungen werden auf maximal 20 Personen beschränkt, öffentliche Versammlungen auf maximal 25 Personen, Sportveranstaltungen werden ohne Publikum durchgeführt, der Betrieb von Schwimmbädern und Fitnesscentern eingestellt. Zudem wird empfohlen, im Home Office zu arbeiten. Bereits vorher war beschlossen worden, dass zwischen 10 und 12 Uhr nur Senioren (ab 60 Jahren) einkaufen gehen dürfen - in Läden, Drogerien und Apotheken.  

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Weichen die Polen nach Görlitz aus?

Ausdrücklich betont wird aber auch, dass die Staatsgrenzen geöffnet bleiben und auch Personen aus deutschen Risikogebieten ohne Weiteres nach Polen einreisen dürfen. 

Spannend ist die Frage, ob das auch andersherum so bleibt. Immerhin nutzen schon jetzt viele Polen rege die deutschen Sportangebote - viele kommen zum Schwimmen ins Neißebad - oder kommen zum Einkaufen nach Görlitz. Um Ausweichbewegungen ins Nachbarland zu verhindern, hatte beispielsweise Deutschland im Frühjahr die Grenze zu Frankreich dicht gemacht. 

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Hier sehen Sie die Videobotschaft des OB:

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