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Görlitz kann Turnhalle in Problemviertel sanieren

Für die heruntergekommene Halle auf der Cottbuser Straße gibt es fast wie aus heiterem Himmel eine hohe Förderung - allerdings gilt sie nur für den Vereinssport.

Die Turnhalle auf der Cottbuser Straße steht schon länger leer und ist auch in einem entsprechend schlechten Zustand.
Die Turnhalle auf der Cottbuser Straße steht schon länger leer und ist auch in einem entsprechend schlechten Zustand. © Archiv: Nikolai Schmidt

Gute Nachrichten für die westliche Innenstadt: Der Stadt flatterte vor einigen Tagen ein Fördermittelbescheid ins Haus, mit dem sie so gar nicht wirklich gerechnet hatte. Aus einem kurzfristig aufgelegten städtebaulichen Förderprogramm soll eine 90-prozentige Förderung für die Sanierung der Turnhalle auf der Cottbuser Straße kommen. Das teilte Bürgermeister Michael Wieler am Donnerstag im Stadtrat mit. Eigentlich sollte die Halle mit dem Brautwiesenbogen-Projekt saniert werden - aus Efre-Mitteln. Das klappte aber nicht.

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Nun wird das also doch noch möglich - mit einem kleinen Haken: Die Mittel sind an eine Nutzung nur für den Vereinssport gebunden. Schulsport wird also nicht möglich sein. Zwar liegen die Pläne für eine neue fünfte Oberschule am alten Schlachthof aktuell aus finanziellen Gründen auf Eis. Wenn das Vorhaben aber doch noch umgesetzt werden würde, ginge der Plan der Stadt, die Turnhalle dann für die Schüler der neuen Oberschule vorzuhalten, nicht auf.

Ohnehin hatte es dazu vor zwei Jahren rege Diskussionen gegeben. Denn die Schüler hätten auf dem Weg zur Turnhalle vom Schulkomplex auf der Rauschwalder Straße über die viel befahrene Cottbuser Straße gemusst, um zur Turnhalle zu kommen, die sich hinter dem Medizinischen Labor Ostsachsen - der früheren Schule - befindet.

Bürgermeister Wieler kündigte nun für eine der nächsten Ratssitzungen eine Vorlage an. Denn der Stadtrat muss erst noch entscheiden, ob er das Geld annehmen möchte. "Es wäre ein schönes Stück Infrastruktur für die westliche Innenstadt", findet zumindest Michael Wieler.

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