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Ein Eiscafé für Rauschwalde

Die Macher der Görlitzer "Bierblume" schaffen mit der Eigentümerin der "Zwei Linden" einen neuen Treffpunkt in dem Görlitzer Stadtteil.

Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus betreiben in Görlitz die Brauerei "Bierblume" mit Lokal und haben noch viel mehr vor.
Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus betreiben in Görlitz die Brauerei "Bierblume" mit Lokal und haben noch viel mehr vor. © Matthias Rietschel

Die "Zwei Linden" sollen wieder die gute Stube des Görlitzer Stadtteils Rauschwalde werden. Deshalb reißt die Eigentümerin Stefanie Knerr ab und baut neu: Das frühere Kassenhäuschen der legendären Diskothek wird wieder aufgebaut. Einem Café oder einem Biergarten oder beidem soll es Raum geben.

Noch ist nichts unterschrieben, aber die Gespräche sind auf gutem Weg, wie Diana Klaus-Metzner und ihr Mann Alexander Klaus im Gespräch mit sächsische.de verrieten. Der "Buschfunk" habe es sowieso schon vermeldet, meint Alexander Klaus.

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Die "Zwei Linden" in Görlitz sollen wieder zur guten Stube des Stadtteils Rauschwalde werden.
Die "Zwei Linden" in Görlitz sollen wieder zur guten Stube des Stadtteils Rauschwalde werden. © André Schulze

Das italienische Klischee hat ausgedient

Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus betreiben auf der Görlitzer Neißstraße die Brauerei "Bierblume" mit Lokal. Außerdem eröffnet die Ehefrau mit ihren Töchtern nach der Corona-Schließzeit für Gaststätten die "Weiberwirtschaft", eine Weinstube am Fuße der Neißstraße in Görlitz. Und noch eine Erweiterung plant das Paar - diesmal für den Stadtteil Rauschwalde.

In den "Zwei Linden" richten sie ein Eiscafé ein. Dort soll es alles das geben, was vor allem die älteren Menschen aus der ehemaligen Milchbar kennen: Eisspezialitäten, Milchshakes, Kuchen, Kaffee. Einem italienischen Klischee folgen Diana Klaus-Metzner und ihr Mann dabei nicht. Das Eis will das Paar nicht selbst herstellen, sondern sucht noch einen Anbieter dafür. Dem zunehmenden Trend folgend wird es eine breite Palette an veganen Angeboten geben, auch Milchshakes. "Derzeit sammeln wir Rezepte, die im Eiscafé die Grundlage für viele Leckereien sein sollen", erklärt Diana Klaus-Metzner. Wenn es einen absehbaren Termin für die Eröffnung gibt, entstehen auch Arbeitsplätze für Leute mit Küchen- und Serviererfahrung.

Regionale Produkte in einem kleinen Laden

Ein weiteres Vorhaben am Standort "Zwei Linden" ist ein kleines Geschäft. Dort sollen Produkte aus der Region erhältlich sein, darunter auch die Biere aus der "Bierblume". Denn aus eigener Erfahrung wissen Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus, wie schwierig es ist, als neues und kleines Unternehmen die eigenen Produkte zu vermarkten. Gegen alteingesessene Unternehmen anzukommen, sei nicht leicht.

Und wenn es dort in Rauschwalde schon das Bier aus der "Bierblume" gibt, denken die Akteure auch an einen Biergarten mit Kiosk. Für den Ausschank erwarb das Paar eine Rarität: die kupferne Ausschanksäule aus den "Zwei Linden". "Das Original kehrt also zurück", freut sich Diana Klaus-Metzner.

Ähnlich wie hier könnte ein kleines Geschäft in den "Zwei Linden" aussehen, in dem Produkte regionaler Hersteller verkauft werden, darunter Biere aus der "Bierblume" von Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus.
Ähnlich wie hier könnte ein kleines Geschäft in den "Zwei Linden" aussehen, in dem Produkte regionaler Hersteller verkauft werden, darunter Biere aus der "Bierblume" von Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus. © Archiv/SZ

Ein Treffpunkt für soziale Kontakte

Für das Brauer-Paar ist das Vorhaben in Rauschwalde etwas Besonderes. Bislang gebe es dort nur sehr wenig Gastronomie. "Wir sehen unser Engagement in Rauschwalde als ein Angebot für die Einwohner des Stadtteils und ihre Gäste zum Treffen und Austauschen, denn das fehlt dort noch", sagt Diana Klaus-Metzner. Wann es soweit sein wird, kann das Ehepaar derzeit noch nicht sagen.

Sicher sei aber, dass die Eigentümerin der "Zwei Linden", Stefanie Knerr, mit sehr viel Herzblut an die Sache herangehe und die baulichen Voraussetzungen für das Vorhaben schafft, berichtet Alexander Klaus. Beim Abriss des völlig ruinösen Kassenhauses wurden beispielsweise Denkmalbauteile geborgen, die wiederverwendet werden. Für Steffi Knerr sind der Wiederaufbau und die Umsetzung der Pläne von Diana Klaus-Metzner und Alexander Klaus das bislang sichtbarste Zeichen nach außen, dass sie es mit der Wiederbelebung der "Zwei Linden" ernst meint. (mit SZ/sb)

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