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Ein Kraftakt für mehr normales Leben

Damit die Durchimpfung jetzt rechtzeitig gelingt, müssen alle mitspielen. Sebastian Beutler kommentiert die Arbeit der lokalen Impfzentren im Kreis Görlitz.

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Symbolbild © dpa

Es ist gut, dass der Landkreis aktiv wird. Jetzt, wo absehbar ist, dass ab April deutlich mehr Impfstoff ankommen wird als bislang. Dass die bisherige Kampagne stockend verlief, das Land gegenüber anderen wie Israel oder Großbritannien zurückfiel, viele Menschen auch enttäuschte und nicht so schnell die Alten und Gebrechlichen schützte wie erhofft – ist damit nicht aus der Welt. Aber unter den Gegebenheiten ist es besser, etwas zu tun als nur zu klagen.

Damit die Etablierung der lokalen Impfzentren nicht aber neue Enttäuschung produziert wie der Impfstart Ende vergangenen Jahres, müssen alle mitspielen. Die Impfhersteller müssen die zugesagten Mengen ihres Impfstoffes liefern, Bund und Land müssen die Logistikketten lückenlos aufbauen, damit der Impfstoff auch wirklich in den lokalen Impfzentren ankommt, der Kreis und die Kommunen wiederum müssen für Ärzte, Personal und passenden Ort sorgen. Schließlich müssen die über 80-Jährigen dann geregelt ihren Termin in diesen lokalen Impfzentren erhalten und wahrnehmen. Und die Finanzierung all dessen muss ebenso Anfang April stehen. Allein daran ist zu erkennen, welch ein Kraftakt allen Beteiligten da ins Haus steht. Aber es hilft nichts.

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Nur die schnelle Durchimpfung der besonders gefährdeten Gruppen verhindert, dass sich die Krankenhäuser erneut mit schwer erkrankten Covid-19-Patienten füllen und an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit geraten. Wenn das verhindert wird, können die Lockerungen des öffentlichen Lebens weiter und vor allem viel umfassender verwirklicht werden, als es am Mittwoch die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin aus wohl verstandener Vorsicht wagten. Ein Blick nach Großbritannien, Israel oder Österreich lohnt sich. Dort liegt die 7-Tage-Inzidenz teilweise viel höher, es infizieren sich deutlich mehr Menschen am Coronavirus – und doch ist mehr öffentliches Leben zurückgekehrt, weil es vor allem Jüngere sind, die sich anstecken, die Krankheit aber in aller Regel besser verkraften. Ob das der Königsweg ist, ist noch nicht ganz klar. Aber jetzt macht sich auch der Kreis auf, die Voraussetzungen für mehr normales Leben zu schaffen.

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