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Görlitz sagt Einkaufssonntag ab

Die Stadt gibt die Hoffnung auf schnelle Lockerungen in der Corona-Pandemie auf. Das wird auch Folgen für die Weihnachtsmeile haben.

So ein Gewimmel wie bei einem Einkaufssonntag im Oktober 2018 auf der Berliner Straße wäre jetzt das völlig falsche Signal.
So ein Gewimmel wie bei einem Einkaufssonntag im Oktober 2018 auf der Berliner Straße wäre jetzt das völlig falsche Signal. © Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Die Corona-Neuinfektionen gehen in Görlitz und im Landkreis Görlitz kaum zurück. Nun zieht der sonst immer optimistische Oberbürgermeister Octavian Ursu die Lehren aus dieser Entwicklung und sagt den geplanten verkaufsoffenen Sonntag am 6. Dezember ab.

Die Entscheidung sei, so teilt die Stadt am Dienstag mit, im Einvernehmen mit dem Aktionsring Görlitz gefallen, der die Händler in der Innenstadt vertritt, sowie der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Angesichts der angespannten Situation kann man nur so der gemeinsamen Verantwortung gerecht werden, heißt es in der Mitteilung aus dem Görlitzer Rathaus weiter.

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Sobald die Lage es wieder zulässt, sollen im neuen Jahr als Ersatz neue Möglichkeiten gefunden werden, den lokalen Handel zu unterstützen.

Die Absage des Einkaufssonntages ist auch ein Hinweis darauf, dass die Chancen auf eine Weihnachtsmeile auf dem Obermarkt schwinden. Zwar sieht das Konzept der Stadt die strikte Einlasskontrolle für diese Weihnachtsmeile vor, wodurch die Zahl der Besucher stark reglementiert werden kann. Das kann die Stadt bei einem Einkaufssonntag auf der Berliner Straße nicht leisten.

Aber auch die Weihnachtsmeile würde zu mehr Kontakten führen, deren Vermeidung am Montag bei der Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zum höchsten Ziel für die nächsten Tage erklärt wurde, um die hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen zu brechen und zu verringern. Von einer schnellen Lockerung der Corona-Einschränkungen nach dem 30. November war am Montag auch nicht mehr viel zu hören, vielmehr äußerten die Politiker die Hoffnung, dass die geltenden Maßnahmen und die am 25. November noch zu treffenden, ein Weihnachtsfest in Familie ermöglichen sollen.

Görlitz hatte sich die Option offengehalten, nach der Absage des Schlesischen Christkindelmarktes wenigstens eine Weihnachtsmeile aus ein, zwei gastronomischen Ständen und der Eisbahn aufzubauen und ab Mitte Dezember zu öffnen. Die Stadt braucht etwa drei Wochen Vorlaufzeit, um die Eisbahn auf dem Obermarkt einzurichten. Im Verwaltungsausschuss am 25. November sollte darüber eine Entscheidung fallen. Da aber erst an diesem Tag die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten erneut zusammenkommt und diese Entscheidungen abzuwarten sind, werden die Stadträte kaum am 25. November eine Grundlage für ihre Beschlüsse über die Weihnachtsmeile haben. Doch dann wäre - selbst wenn die Corona-Pandemie eine Eisbahn zuließe - die drei Wochen Vorbereitungszeit für die Eisbahn nicht mehr zu leisten bis Mitte Dezember.

Insofern deutet nun alles darauf hin, dass die Stadträte am 25. November lediglich über ein Beleuchtungskonzept des Kulturservices sowie kleine kulturelle Akzente im Stadtbild im Advent beschließen können.

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