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Görlitzer Kaufhaus: Nächster Beschluss im Stadtrat

Die Räte sollen am nächsten Donnerstag die umstrittenen beiden Villen am Postplatz in das Kaufhausprojekt einbeziehen.

Ein Blick auf das derzeit bestehende Parkhaus am Görlitzer Postplatz und die beiden Stadtvillen, die sich hinter den Bäumen verbergen.
Ein Blick auf das derzeit bestehende Parkhaus am Görlitzer Postplatz und die beiden Stadtvillen, die sich hinter den Bäumen verbergen. © André Schulze

In die Kaufhauspläne von Winfried Stöcker kommt jetzt Bewegung. Der Stadtrat soll in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am kommenden Donnerstag den Geltungsbereich für das Vorhaben erweitern - um die Grundstücke, auf denen die beiden klassizistischen Villen am Postplatz stehen. Das geht aus den Unterlagen hervor, die die Stadt jetzt veröffentlicht hat.

Winfried Stöcker will die beiden Villen abreißen, um das Parkhaus zu erweitern und die An- und Belieferungszone für den gesamten Einkaufskomplex aus Kaufhaus und City-Center an dieser Stelle einzurichten. Seit Monaten laufen Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalschutz, ob ein solcher Abriss möglich ist. Beide Häuser stehen auf der Denkmalliste, das eine ist ruinös, das andere mindestens stark sanierungsbedürftig. Gegen den Abriss hat sich die Initiative "Postplatz 6 bleibt" gebildet.

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Zuletzt hatte es eine lebhafte Debatte in der Stadt um das Vorhaben von Winfried Stöcker gegeben. Während frühere Bewohner, Vertreter der SPD und der Linkspartei die Pläne kritisieren, erhielt Stöcker Rückendeckung von der CDU, der Wählervereinigung Bürger für Görlitz, der AfD, von Unternehmer- und Tourismusverbänden sowie der Görlitzer Wirtschaftsförderung und aus dem Einzelhandel selbst. Die Bündnisgrünen zweifelten zuletzt, ob ein zentrales Kaufhaus tatsächlich die Innenstadt belebt.

Nach Angaben von Bürgermeister Michael Wieler ist die Klärung über die künftige Verwendung der Villen der letzte große Punkt, der geklärt werden muss. Dann gebe es noch viele kleine, aber in dem Verfahren ganz üblicherweise zu lösende Dinge. Zwar gebe es keine Fristen, doch hoffe er wie auch Oberbürgermeister Octavian Ursu, dass der Bebauungsplan zeitnah anschließend ausgelegt werden kann.

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