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Eisbader bekommt Besuch vom MDR

Der „wahrscheinlich härteste Sachse aus dem Landkreis Görlitz“ bekam gleich mehrfachen Medienbesuch.

Jeden Tag steigt Steffen Träger in den Familienpool. Jetzt war der Eisbader im Fernsehen zu sehen.
Jeden Tag steigt Steffen Träger in den Familienpool. Jetzt war der Eisbader im Fernsehen zu sehen. ©  Screenshot: SZ

Ein Radiosender und das Fernsehen sind auf Steffen Träger aufmerksam geworden, nachdem die SZ über den Reichenbacher berichtet hatte. Denn was für ihn „die normalste Sache der Welt ist“, lässt andere bereits beim Zusehen mit den Zähnen klappern: Steffen Träger badet jeden Morgen im eisbedeckten Pool in seinem Garten. Auch bei 15 Grad unter dem Gefrierpunkt und kälter schnappt er sich die Badehose, Handschuhe und Mütze und steigt in den Pool hinter seinem Haus hinein. Ohne zu zögern.

Nach dem SZ-Bericht wurde auch das Fernsehen auf den Eisbader aufmerksam.
Nach dem SZ-Bericht wurde auch das Fernsehen auf den Eisbader aufmerksam. © SZ-Archiv / Constanze Junghanß

Die aktuellen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich seien bestes Badewetter, erzählt der Eisbader fröhlich „Mit Null Grad ist das Wasser ja schön warm“, sagt er. Das fanden wohl auch die Macher von Radio PSR spannend. „Angerufen hat mich Tino Rockenberg für die Rockenberg-Show“, sagt Steffen Träger. Entstanden ist ein zweiminütiges Interview. Der Moderator bezeichnet den Reichenbacher als den „wahrscheinlich härtesten Sachsen im Landkreis Görlitz.“ Das Interview endet mit den Worten an die PSR-Hörer: „Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht jetzt. Aber ich mache die Heizung an.“ Steffen Träger freute sich jedenfalls über den Anruf von „Rocky“. Ein nettes Gespräch sei das gewesen.

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Tags darauf war der MDR zu Gast. Wobei die Dreharbeiten doch etwas kälter und damit anstrengender wurden, als gedacht. „Normalerweise gehe ich vom Haus aus ganz entspannt in den Pool“, sagt er. Die Kamera sollte jedoch auch die Vorbereitungsphase einfangen. Steffen Träger schippte also im Bademantel den Schnee, zeigte seine selbst gebaute „Poolheizung“ - eine Konstruktion in einem Mörteleimer, damit das Wasserloch nicht zufriert – und stieg bedächtig in seine Badeschlappen. „Draußen habe ich tatsächlich gefroren“, gibt der Eisbader zu und sagt, er sei froh gewesen, als er dann endlich ins „wohltemperierte“ Null-Grad Wasser steigen konnte. Dort „wärmte“ sich Steffen Träger sagenhafte sechs Minuten auf. Bei „MDR um 2“ wurde der Beitrag ausgestrahlt.

Zu sehen ist der knapp dreiminütige Film hier:

Dass sein eiskaltes Hobby auf solches Medieninteresse stößt, erklärt sich der sechsfache Vater so: „Vielleicht hat das auch etwas mit der Corona-Pandemie zu tun.“ Dass Interesse der Menschen, ihr Immunsystem zu stärken, sei offenbar gestiegen. Mit dem Eisbaden hält sich der IT-Spezialist fit. Seitdem er das macht – seit acht Jahren – sei er nie wieder erkältet gewesen. Sein Rat für potenzielle Nachahmer: Niemals ohne Vorbereitung mit dem Eisbaden starten. Den Körper sollte man ganz langsam dran gewöhnen – unter anderem mit morgendlichen Wechselduschen und wenn das gut klappt, später mit Schwimmübungen vom Sommer über den Herbst bis in den Winter hinein.

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