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Entenfamilie beschäftigt Polizei und Feuerwehr

Aus Sorge um die Vögel hat eine Görlitzerin am Mittwoch den Notruf gewählt. Am Tag darauf brachte ein Richter den flüchtigen Autodieb von der A4 hinter Gitter.

Diese Tiere hielten die Görlitzer Beamten auf Trab.
Diese Tiere hielten die Görlitzer Beamten auf Trab. ©  Polizeidirektion Görlitz

Eine Entenfamilie hat am Mittwochnachmittag an der Sattigstraße in Görlitz einen Polizei- und Feuerwehreinsatz ausgelöst.

Laut Polizeisprecher Kai Siebenäuger waren die Tiere offenbar vom Weg abgekommen. Eine aufmerksame Zeugin und ihre Tochter beobachteten den Ausflug der Mutter mit sechs Küken im Bereich des Bahnhofs. Aus Sorge um die Vögel wählte die Frau den Notruf und rief die Polizei.

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Die Uniformierten fanden die tierische Großfamilie auf einer Wiese im Kreuzungsbereich Sattig- und Zittauer Straße. Die Beamten verständigten die Kameraden der Feuerwehr zur Unterstützung. Der Plan war, die Tiere einzufangen und an ein geeignetes Gewässer zu bringen. Da hatten die Einsatzkräfte die Rechnung aber ohne das Gefieder gemacht. "Den Enten wurde das Treiben offenbar zu bunt, sodass sie sich in einen sicheren Bereich des angrenzenden Verkehrsgartens zurückzogen. Da dieser umzäunt war und den Tieren dort keine Gefahr mehr drohte, brachen Feuerwehr und Polizei den Einsatz ab und ließen die Entenfamilie an ihrem ausgewählten Ort", sagt Siebenäuger.

Weitere Meldungen aus dem Polizeibericht:

Autodieb sitzt jetzt hinter Gittern

Der 43-jährige Pole, der in der Nacht zum Mittwoch auf der A4 mehrere Unfälle verursacht hatte, als er mit einem gestohlenen Jeep in Richtung Polen flüchten wollte, ist am Donnerstag einem Haftrichter in Dresden vorgeführt worden. Dieser hat entschieden, dass der Mann ins Gefängnis kommt. Polizisten brachten ihn anschließend dorthin.

Drei Brände am Mittwoch

Am Mittwoch hat es im Zuständigkeitsbereich des Polizeirevieres Görlitz mehrmals gebrannt. Am Morgen fing ein Schuppen am Tulpenweg im Stadtteil Rauschwalde Feuer. Zeugen versuchten, die Flammen zunächst selbst zu löschen. Kameraden der Feuerwehr unterstützten bei der Brandbekämpfung. Nach ersten Ermittlungen soll ein technischer Defekt die Ursache für den Brand gewesen sein. Der Sachschaden blieb unbekannt.

Am Nachmittag brannte dann eine etwa zehn mal zehn Meter große Fläche in einem Waldstück an der K8455 bei Jänkendorf. Die Kameraden löschten die Flammen. Der Sachschaden belief sich auf etwa zehn Euro. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt zur Brandursache.

Am Abend kam es dann auf einem Bootssteg in Deutsch Ossig zu einem Brand. Um welchen der Stege es sich handelt, konnte die Polizei der SZ auch auf Nachfrage nicht erklären. Jedenfalls zündeten zwei Männer darauf ein Lagerfeuer an. Als die Polizei kam, löschten die beiden 30 und 32 Jahre alten Polen schnell das Feuer. Der Sachschaden an den noch glühenden Holzplanken beträgt etwa 1.500 Euro. Die Beamten stellten die Personalien fest. Der Jüngere zeigte sich laut Polizei uneinsichtig und wollte seinen Namen nicht verraten. Die Uniformierten wollten ihn daraufhin mit ins Revier nehmen. Damit waren die Zündler offenbar nicht einverstanden und zeigten sich aggressiv. Der Ältere erhielt daraufhin eine Platzverweisung. Dieser kam er nicht nach. Die Polizisten drohten ihm mehrmals Zwangsmittel an. "Schlussendlich setzten die Einsatzkräfte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt ein, um die Platzverweisung durchzusetzen. Der Widerspenstige entfernte sich schließlich", sagt Siebenäuger. Auf dem Revier gab der Jüngere seine Personalien dann bereitwillig heraus. Die Beamten fertigten Anzeigen wegen der Sachbeschädigung durch Feuer. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt.

Rover-Fahrer mit falschen Kennzeichen steht unter Drogen

Autobahnpolizisten haben in der Nacht zum Donnerstag bei Nieder Seifersdorf bei der Kontrolle eines Rover bemerkt, dass an den Kennzeichen eine „3“ offenbar zu einer „8“ verfälscht worden war. Auch mit dem 33-jährigen Fahrer war nicht alles in Ordnung, wie ein Drogentest zeigte. Der Pole stand unter dem Einfluss von Amphetaminen. Damit untersagten ihm die Polizisten die Weiterfahrt und ordneten eine Blutentnahme an. Sie erstatteten entsprechende Anzeigen.

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