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Erneut ein Schleuser und 61 weitere Flüchtlinge gefunden

Bundespolizisten fanden die Personen aus dem Irak, Iran, Syrien, dem Jemen, Palästina und Libyen in Niesky, Görlitz, Bautzen sowie an der A4.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolbild: Swen Pförtner/dpa

Die Bundespolizei Ebersbach hat in den vergangenen 25 Stunden insgesamt 25 Flüchtlinge aus dem Irak, aus Syrien und aus dem Iran in Gewahrsam genommen. Wie Bundespolizei-Sprecher Ronny Probst mitteilt, stellten Polizisten am Mittwoch gegen 6 Uhr am Busbahnhof in Niesky fünf Iraker im Alter zwischen 18 und 44 Jahren fest. Gegen 16.40 Uhr waren es dann ebenfalls fünf Iraker im Alter von 1 bis 30 Jahren, welche bei Bautzen aufgegriffen wurden.

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Kurz nach Mitternacht am Donnerstag waren es erneut fünf Iraker im Alter von 1 bis 33 Jahren, welche auf dem Autobahnparkplatz "An der Neiße" festgestellt wurden. Um 3.50 Uhr und um 4.30 Uhr stellten erneut Landespolizisten mehrere Flüchtlinge fest. Einen 21-jährigen Syrer in Bautzen und fünf Syrer im Stadtgebiet Görlitz.

Gegen 4.45 Uhr griffen die Beamten erneut im Stadtgebiet von Görlitz drei Syrer im Alter von 24, 25 und 27 Jahren und ein Iraner im Alter von 23 Jahren auf.

Alle Personen wiesen sich nur mit ihren jeweiligen Pässen aus. Erforderliche Aufenthaltstitel oder Visa hatte keiner dabei. Wie die Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, ist Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen wegen der unerlaubten Einreise und wegen dem unerlaubten Aufenthalt, so Probst.

Männer in rotem Auto geschleust - Ermittlungen laufen

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Mittwoch 36 Flüchtlinge in Gewahrsam und einen Schleuser festgenommen. Darüber informiert Bundespolizei-Sprecherin Ivonne Höppner. Im Raum Görlitz stellten Beamte der Bundespolizei insgesamt elf Männer aus dem Jemen, zwei Syrer, einen Palästinenser und einen Libyer fest, die nicht im Besitz gültiger Aufenthaltstitel oder Visa waren. Eine Streife des Zolls entdeckte auf dem Parkplatz "Wiesaer Forst" an der A4 an einem Tisch sitzend fünf Männer aus Syrien.

Auch diese Männer hatten keine gültigen Reisedokumente. In den Abendstunden meldete die Lagezentrale der Landespolizei weitere vier Personen, die sich auf dem Autobahnparkplatz "Wiesaer Forst" aufhielten. Vor Ort stellten Bundespolizisten zwei Frauen und zwei Männer aus dem Irak fest. Nach einem Bürgerhinweis wurden auf dem Radweg in Gablenz vier Männer aus Syrien festgenommen. Zuvor beobachtete ein aufmerksamer Bürger, wie auf der B156 zwischen den Ortschaften Krauschwitz und Gablenz, ein rotes Auto anhielt und vier dunkel gekleidete Männer ausstiegen und Richtung Gablenz liefen. Hierzu ermittelt die Polizei.

Deutsche und polnische Polizisten kontrollierten auf der A 4 Höhe Kodersdorf einen polnischen Kleinbus. Das Fahrzeug war mit insgesamt neun Personen besetzt gewesen. Der 23-jährige ukrainische Fahrer wies sich mit seinem gültigen ukrainischen Reisepass aus. Die Insassen, vier Männer und drei Frauen aus Syrien sowie ein Mann aus dem Jemen, wiesen sich mit ihren Reisepässen aus. Alle acht Personen waren nicht im Besitz gültiger Aufenthaltstitel oder Visa. Gegen den 23-jährigen Ukrainer wird wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern ermittelt.

Damit steigt die Zahl der Flüchtlinge im Bereich der Bundespolizei Ludwigsdorf nach SZ-Zählungen auf etwa 580. Am vergangenen Freitag hatte die Bundespolizei gemeldet, dass seit Ende Juli bis Ende September 1.556 unerlaubt Eingereiste an der deutsch-polnischen Grenze aufgegriffen wurden. (SZ)

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