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Erneut Flüchtlinge aus dem Irak aufgegriffen

In Weißkeißel und Kodersdorf fanden Bundespolizisten erneut mehrere Frauen, Kinder und Männer. Sie alle wurden nach Deutschland geschleust.

Symbolbild
Symbolbild © dpa-Zentralbild

Bundespolizisten haben am späten Mittwochnachmittag bei Weißkeißel drei irakische Männer im Alter von 32, 29 und 18 sowie einen 16-jährigen Jugendlichen aufgegriffen. Dabei war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

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Wie Ivonne Höppner, Sprecherin der Bundespolizei Ludwigsdorf, mitteilt, hielten die Beamten einen auf der Bundesstraße 115 fahrenden VW Golf mit deutschen Kennzeichen an. Neben dem 25-jährigen irakischen Fahrer befanden sich vier weitere Personen im Fahrzeug. Der 25-Jährige gab an, dass er seine Reisedokumente daheim vergessen habe. Seine vier Mitfahrer seien alle Iraker und sind nicht im Besitz von gültigen Reisedokumenten.

Jäger entdeckte Personen im Wald

Die fahndungsmäßige Überprüfung des Fahrers ergab, dass dieser im Besitz einer deutschen Duldung ist. Alle fünf Personen wurden vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Gegen den Fahrer wird wegen des Verdachts des Einschleusens ermittelt.

In den Nachtstunden informierte ein Jäger die Inspektion Ludwigsdorf darüber, dass er im Wald in der Nähe von Kodersdorf mehrere Personen gesehen habe. Bei Erkennen des Jägers flüchteten die Personen. Bundespolizisten eilten herbei und fanden am Bahnhof Kodersdorf zunächst neun Personen vor. Mit Hilfe eines Hubschraubers und mit Polizeihunden entdeckten sie im Gleisbereich eine weitere Person, die abgeduckt in einem Graben hockte.

Bei den Personen handelt es sich um drei Frauen (30, 26, 22), drei Kinder (9, 7, 2) und vier Männer im Alter von 27 bis 36 Jahren aus dem Irak. "Zweifelsfrei wurden alle Aufgegriffenen ins Bundesgebiet geschleust", erklärt Höppner. (SZ)

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