merken
PLUS Görlitz

EU-Geld für Dorfprojekte bleibt sicher

23 Städte und Gemeinden in der östlichen Oberlausitz wollen bis 2023 weiter zusammenarbeiten. Es ging um Millionen.

Die alte Mühle in Förstgen soll mit EU-Geld saniert werden.
Die alte Mühle in Förstgen soll mit EU-Geld saniert werden. © André Schulze

Durchatmen können die Städte und Gemeinden zwischen Görlitz und Bad Muskau. Sie werden auch künftig europäische Fördermittel über das Leader-Programm beantragen können, das Vorhaben im ländlichen Raum unterstützt. 15,6 Millionen Euro stehen für die 23 Gemeinden in der Gebietskulisse "Östliche Oberlausitz" in der laufenden Periode zur Verfügung. Sie reicht bis Ende 2020, wie bei solchen Programmen üblich, gibt es eine Nachlaufzeit bis 2023.

Die Fördergelder waren gefährdet, weil der Verein "Touristische Gebietsgemeinschaft Neißeland (TGG)" sich als Träger des Regionalmanagements zurückziehen wollte.  Deren Hauptaufgabe liegt in der touristischen Förderung des Neißelandes. "Das Regionalmanagement war so umfangreich, dass die touristische Aufgabe gelitten hat", erklärt Maja Daniel-Rublack von der TGG gegenüber SZ und sächsische.de. Zusammen mit den Kommunen wurde dann aber ein Kompromiss geschlossen: Die TGG bleibt noch bis Ende 2023 Träger des Regionalmanagements, dafür müssen die 23 Kommunen der TGG beitreten, um die Haftung zu verbessern.

Anzeige
Blasenentzündung - Was hilft?
Blasenentzündung - Was hilft?

Harnwegsinfektionen können Wohlbefinden und Lebensqualität erheblich einschränken. Frauen sind davon etwa viermal häufiger betroffen als Männer.

Zumindest haben die Stadt- und Gemeinderäte diesem Kompromiss zugestimmt, am Donnerstagabend die Stadt Görlitz beispielsweise, über Leader können hier Gelder für Projekte in deren dörflichen Ortsteilen wie Ludwigsdorf gefördert werden. Weil Görlitz aber bereits  mit der Europastadt Görlitz/Zgorzelec eine touristische Vermarktungsgesellschaft hat, muss die Stadt nicht der TGG beitreten. Eine ähnliche Sonderrolle hat Ostritz, das zur TGG Zittauer Gebirge gehört.

Nach 14 Jahren ist das auch ein Einschnitt für das Görlitzer Planungsbüro Richter + Kaup. So lange hatte es das Regionalmanagement im Auftrag des Landkreises und anschließend der TGG betrieben. Nun ist Mitte 2021 Schluss. Es sei eine schöne Zeit gewesen, sagt Ansgar Kaup gegenüber der SZ und sächsische.de, eine erfolgreiche Zusammenarbeit. "Wir sind auch nicht weg, sondern bei vielen Projekten bleiben wir als Planer auch beteiligt".

Das Durchatmen der Kommunen wird aber nicht lange andauern. Denn eine langfristige Lösung für die Zeit nach 2023 muss spätestens bis zum Frühjahr gefunden werden, erklärt TGG-Geschäftsführerin Maja Daniel-Rublack. Vom Freistaat wird die Gründung eines Vereins favorisiert, der dann nicht nur die Leader-Gelder, sondern auch Fördergelder anderer Programme weiterreichen und abrechnen soll. Auch ist im Gespräch, ob sich die nördlichen Gemeinden in einer eigenen Gebietskulisse künftig um die Fördergelder kümmern. Doch darüber müssen sich die 23 Bürgermeister erst noch verständigen. Eine Beratung war noch für dieses Jahr geplant, ob sie wegen der Corona-Pandemie stattfindet, ist noch unklar. 

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier

Mehr zum Thema Görlitz