Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Görlitz
Merken

Görlitz/Zgorzelec: Europamarathon-Macher müssen Teile absagen

Gelaufen wird am 11. Juni. Doch andere Wettbewerbe, darunter das Skaten, fallen aus. Eine Straßensperrung ist zu teuer und kompliziert.

Von Susanne Sodan
 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Erst Anfang des Jahres ehrte Sachsens Sportbund den Marathon-Organisator Detlef Lübeck. Jetzt der Rückschlag.
Erst Anfang des Jahres ehrte Sachsens Sportbund den Marathon-Organisator Detlef Lübeck. Jetzt der Rückschlag. © SZ-Archiv

Skater, Einradfahrer, Handbiker und Tretroller werden am 11. Juni zum Europamarathon in Görlitz und Zgorzelec nicht an den Start gehen. Das teilen die Organisatoren vom Marathonverein auf ihrer Website mit. Ein Teil der Wettbewerbe musste aus verschiedenen Gründen abgesagt werden.

"Wir wissen, dass sich einige von euch gerade auf diesen Wettbewerb mit der 'besonderen Streckenführung' auf der B 99 gefreut haben", so das Organisationsteam. Dafür sind jedoch Streckensperrungen auf einer Bundesstraße notwendig. Mit Blick auf die Zahl der bislang gemeldeten Teilnehmer sei die finanzielle Belastung des Vereins für die erforderlichen Sperrungen zu hoch.

Straßen in der Innenstadt zu unsicher

Eine Innenstadtvariante für die Skater, Einradfahrer, Handbiker und Tretroller scheitere dagegen an bestehenden Sperrungen "und am teilweisen sehr schlechten Zustand der Straßen". Ein Verletzungsrisiko für die Sportler wolle und dürfe man nicht eingehen.

Die bislang angemeldeten Sportler sollen per E-Mail informiert werden zur Rückzahlung ihrer Startgebühren. Stattfinden werden die geplanten Laufveranstaltungen, darunter Marathon, Halbmarathon, Lauf auf zehn, 5,6 oder 1,5 Kilometer, ein Lauf für Kinder sowie Walken auf 5,6 oder zehn Kilometer. "Da gehen wir nicht auch noch ran", sagt Detlef Lübeck, der den Europamarathon ins Leben rief. Die Strecken, zumindest die größeren, verlaufen stets auf beiden Seiten der Neiße.

Über tausend Teilnehmer hat der Marathon, der 2004 erstmals stattfand, jedes Jahr. Eine reine Laufveranstaltung ist er seit einigen Jahren nicht mehr. Zum Beispiel 2016 nahm die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein als Skaterin teil.