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Fast tausend Tote im Kreis Görlitz wegen Corona

Neun Todesfälle wurden für den März nachgemeldet, auch die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken steigt. Und die Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch.

Diese Woche können die Schulen im Kreis noch offen bleiben, dann sind Ferien. Ob danach mehr Testmöglichkeiten da sind, fragen sich viele.
Diese Woche können die Schulen im Kreis noch offen bleiben, dann sind Ferien. Ob danach mehr Testmöglichkeiten da sind, fragen sich viele. © dpa

Wie beim RKI, so deutet sich auch beim Gesundheitsamt des Kreises keine Entspannung der Lage ab.

Der Kreis vermeldet am Dienstag 89 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Betroffen sind 77 Erwachsene und zwölf Kinder. Damit steigt auch die Zahl der vom Coronavirus betroffenen Kindereinrichtungen im Kreis. In 27 Schulen und 25 Kitas in Bertsdorf-Hörnitz, Gablenz, Görlitz, Groß Düben, Kodersdorf, Löbau, Neißeaue, Neusalza-Spremberg, Reichenbach, Olbersdorf, Königshain, Seifhennersdorf, Weißwasser, Großschönau und Zittau gibt es Fälle. In den Schulen zählt das Gesundheitsamt 40 positive Fälle, darunter acht Fälle der britischen Virusvariante. In den Kitas und Horten sind es 48 Fälle, in 14 davon wurde eine Virusmutation festgestellt.

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Nachdem am Dienstag auch beim RKI die Sieben-Tage-Inzidenz über der 100er-Grenze lag - mit Blick auf die Kreiszahlen erwartbar - steht nun fest, dass kommende Woche Kitas und Schulen schließen müssen. Die Schulkinder gehen aber ohnehin in die Osterferien. Danach soll, darum ging es am Montag bei Bund und Ländern, mehr getestet werden an den Schulen. Aber die Testressourcen sind nach wie vor knapp. Zum Beispiel der Verband Bildung und Erziehung und die Bundesschülerkonferenz kritisieren Konzeptlosigkeit.

Insgesamt wurden im Kreis bislang 192 Fälle der britischen Corona-Variante festgestellt, am Dienstag hatte das Gesundheitsministerium 13 weitere Fälle registriert. 101 Fälle sind noch aktiv, die Betroffenen stehen unter Quarantäne, erklärt der Kreis Görlitz.

Gestiegen ist auch die 7-Tage-Inzidenz, auf 174.

Derzeit müssen 78 Menschen aufgrund einer Corona-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden, am Wochenende waren es noch 68. Stabil geblieben ist mit 13 die Zahl der Corona-Patienten, die auf der Intensivstation liegen. Von ihnen benötigen laut dem divi-Intensivregister acht eine Beatmung.

"Zudem gibt es neun weitere Todesfälle in der Zeit vom 2. bis 16. März 2021 in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu verzeichnen", teilt der Kreis Görlitz mit. Es handelt sich dabei um Männer im Alter von 66 bis 101 Jahren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 995.

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