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Ex-Flüchtlingsheim hat neuen Besitzer

Das frühere Motel Schlesierland an der B 6 bei Görlitz ist verkauft. Was daraus wird, ist unbekannt. Anders als beim früheren Ferienlager in Königshain.

Das waren noch gute Zeiten für das frühere Motel Schlesierland an der B 6.
Das waren noch gute Zeiten für das frühere Motel Schlesierland an der B 6. © nikolaischmidt.de

Das ehemalige Motel Schlesierland an der B6 in Markersdorf hat einen neuen Besitzer. Darüber informierte Reichenbachs Bürgermeisterin Carina Dittrich.

Das leer stehende Motel wurde 2015 im Zuge einer Grundstücksauktion für 95.000 Euro von Reichenbach erworben. Die Bungalowsiedlung beherbergte dann bis Ende 2017 Flüchtlinge. Für 72 Plätze war die Gemeinschaftsunterkunft ausgelegt. Betrieben wurde sie vom DRK Görlitz. Der Kreis investierte in die Anlage 345.000 Euro in die Erschließung und laufende Instandsetzung. Unter anderem wurde eine biologische Kläranlage gebaut. Der neue Eigentümer kommt aus der nahen Umgebung von Reichenbach. Aktuell will er sich noch nicht öffentlich zu seinen Plänen für das Gelände äußern.

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Neue Hoffnung für das Kinderferienlager

Auch ein zweites lange leer stehendes Objekt, hat nun einen neuen Eigentümer. Wer regelmäßig am früheren Ferienlager in Königshain vorbeikommt, sieht das auch auf einen Blick. Denn das Schild „Kauf mich“ an einem der beiden großen Gebäude ist schon lange verschwunden.  Stattdessen steht nun da: „Betreten des Grundstücks verboten!“ In der Tat hat das Ferienlager an der Hochsteinstraße einen neuen Besitzer. Zuletzt lief der Verkauf über einen Makler. Marcus Miesner, ein Einheimischer, ist neuer Investor.

Noch ist viel zu tun: Die Gebäude in Königshain sollen saniert und umgebaut werden.
Noch ist viel zu tun: Die Gebäude in Königshain sollen saniert und umgebaut werden. © Constanze Junghanß

Viele Jahre lang stand das rund 3.000 Quadratmeter große Gelände mit Betten- und Haupthaus idyllisch gelegen inmitten der Königshainer Berge leer. Zu DDR-Zeiten gehörte das Ferienlager zum Steinbruch-Betrieb, in dem bis in die siebziger Jahre Granit abgebaut wurde. Nach der Wende gab es eine Rückübertragung und später einen erneuten Eigentumswechsel.

Der frühere Eigner wollte dort Gäste beherbergen. Daraus wurde nichts. Das soll nun anders sein. Marcus Miesner skizzierte im Gemeinderat seine Pläne. Eins der Gebäude plane er als eigenes Wohnhaus. Das andere Gebäude werde etwas verkleinert und zum Sozialgebäude für einen künftigen Zeltplatz umgebaut. Zehn Zelte sollen auf dem Gelände von Urlaubern aufgestellt werden können. Bereits jetzt würden sich die ersten Leute erkunden, ab wann Buchungen machbar sind. Miesner will den kleinen Zeltplatz im Nebengewerbe betreiben und vor allem über Internetplattformen anbieten.

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