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Feuerwehr braucht Hilfe der Bewohner

Die Ortswehr Jauernick-Buschbach schlägt mit einem Feuer sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Einwohner und Wehr profitieren.

Ganz ohne Zuschauer absolviert die Feuerwehr Jauernick-Buschbach demnächst eine Übung.
Ganz ohne Zuschauer absolviert die Feuerwehr Jauernick-Buschbach demnächst eine Übung. © Maurizio Gambarini dpa/lbn (Symbolbild)

Eine Ausbildung am Feuer absolviert die freiwillige Feuerwehr Jauernick-Buschbach am 8. Mai. Davon profitieren nicht nur die Kameraden, sondern auch die Bewohner des Bergdorfes bei Görlitz.

Denn die Feuerwehrleute benötigen für das Feuer die Unterstützung der Einwohner. "Diese sollen uns bitte das Reisig für das Feuer spendieren", sagt Ortswehrleiter Jan Walter.

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Nur unbehandeltes Holz abgeben, keine Wurzeln

Die Übung der Feuerwehr hat doppelten Nutzen: Die Kameraden absolvieren eine Ausbildung am realen Feuer und die Einwohner werden ihren Baumschnitt los. "Teilweise liegt der ja noch aus dem Vorjahr auf den Grundstücken", sagt Jan Walter. Denn wie 2020 fiel auch das Osterfeuer in diesem Jahr im Bergdorf coronabedingt aus, und die Bewohner blieben auf ihrem Baumschnitt sozusagen sitzen.

Die Kameraden der Feuerwehr nehmen von Einwohnern des Ortes unbehandeltes Holz ohne Beschläge und in einer Stärke von maximal zehn Zentimetern Durchmesser am 8. Mai, von 9 bis 14.30 Uhr, auf dem Platz am Schwarzberg, wo sonst das Osterfeuer loderte, an. Wurzeln oder etwa Balken dürfen nicht abgegeben werden. Die Anlieferung erfolgt kostenlos, wer einen kleinen Obolus für die Arbeit der Jugendfeuerwehr abgeben möchte, kann das tun, Kameraden sind vor Ort.

Die Ausbildung der Kameraden startet 15 Uhr mit der Entzündung des Feuers. "Zuschauer sind nicht erlaubt, es ist ja kein Traditionsfeuer", betont der Ortswehrleiter. Die größte Herausforderung bei dieser Übung sieht er in der Wärmestrahlung, die von dem Feuer ausgeht. "Es ist gut, dass wir mal wieder so eine Übung machen, dass vor allem die Kameraden am Strahlrohr ein Gefühl für die Hitze entwickeln", erklärt der Wehrleiter.

An der Übung nehmen zehn bis fünfzehn Kameraden teil. Es handelt sich nicht um eine Alarmübung, deswegen werden die Sirenen Im Ort auch nicht heulen. Die Feuerwehrausbildung erfolgt nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung. Andere Ortswehren der Gemeinde Markersdorf griffen die Idee der Jauernick-Buschbacher Wehr auf und absolvieren ähnliche Übungen.

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