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Görlitzer Fitnessstudio ist jetzt zu

Das FitInn in Rauschwalde beugt sich der neuen Corona-Schutz- Verordnung. Doch der Streit mit dem Kreis ist noch nicht vorbei.

Nichts geht mehr: Alle Fitnessstudios mussten schließen.
Nichts geht mehr: Alle Fitnessstudios mussten schließen. © dpa

Seit Montag gilt die neue Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen. Darin sehen auch die Betreiber des Fitnessstudios FitInn in Görlitz-Rauschwalde keine Möglichkeit mehr für eine Öffnung. „Die Verordnung untersagt nun den Sport in geschlossenen Räumen gänzlich. Somit haben wir auch im Rahmen des Individualsports keine gesetzliche Grundlage mehr, um unser Studio offenzuhalten“, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite. Ab Montag sei für den Individualsport geschlossen. Rehasport könne aufgrund medizinischer Notwendigkeit – mit einer ärztlichen Verordnung – weiter stattfinden, Onlineangebote sowieso.

Über das, was in den vergangenen zwei Wochen passiert war, herrscht hingegen Streit zwischen dem FitInn und dem Landkreis Görlitz. Das Studio war für Individualsport geöffnet und berief sich dabei auf die damals gültige sächsische Corona-Schutz-Verordnung, wonach „Einrichtungen des Sportbetriebs im Rahmen des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand“ genutzt werden durften.

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Amtsleiter hat zwei Zeugen

Ordnungsamtsleiter Falk Werner Orgus hält dagegen: „Fitnessstudios sind nicht als Einrichtungen des Sportbetriebs zu klassifizieren, sie sind kommerzielle Einrichtungen.“ FitInn habe den Kunden gesagt, dass das Studio eine Ausnahmegenehmigung habe, erklärt Orgus: „Dafür habe ich zwei Zeugen.“ Doch die Aussage stimme nicht.

Andy Theuerkauf, geschäftsführender Gesellschafter von FitInn, erklärte am Freitag, er habe vom Landkreis keine Aufforderung zur Schließung erhalten. Orgus schildert das anders. Der Vollzugsdienst der Stadt Görlitz sei bereits am 1. Dezember vor Ort gewesen, habe mit dem zweiten Chef telefoniert: „Der hat sich geweigert, zu schließen, und dann aufgelegt“, sagt Orgus. Er selbst habe dann am 4. Dezember mit Theuerkauf gesprochen und ihm am Telefon mitgeteilt, dass er zu schließen hat. Theuerkauf bestreitet das gegenüber der SZ. Orgus will demnächst einen Bußgeldbescheid verschicken, wahrscheinlich über einen höheren dreistelligen Betrag. Sollte das FitInn nicht zahlen, werde man sich sicher vor Gericht treffen. Orgus hat davor keine Scheu: „Ich bin sicher, dass wir mit unseren Argumenten durchkommen.“

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