Görlitz
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Fahrrad-Demo zum globalen Klimastreik in Görlitz

In großen Städten sind Tausende Menschen am Freitag auf der Straße gewesen. Im Landkreis Görlitz gerade mal einige Dutzend.

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Auf dem Postplatz in Görlitz trafen sich die Teilnehmer zur Abschlusskundgebung.
Auf dem Postplatz in Görlitz trafen sich die Teilnehmer zur Abschlusskundgebung. © Martin Schneider

Görlitzer haben sich diesen Freitag am globalen Klimastreik von Fridays for Future mit einer Fahrraddemo beteiligt. Rund 20 Leute trafen sich 17 Uhr Kidrontal, um anschließend bis zum Postplatz zu fahren. Dort lauschten sie der Abschlusskundgebung. Auch in Zittau gab es eine Demo, bei der rund 50 vornehmlich junge Leute um den Ring zogen.

Bundesweit gingen nach Angaben von Fridays for Future über 280.000 Menschen auf die Straße. In über 270 Orten fanden Aktionen statt. In Deutschland fordert die Bewegung ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für Klimaschutz und gesellschaftliche Sicherheit. Weltweit setzen sich die Aktivisten für Entschädigungszahlungen der reichen Industrienationen für durch die Klimakrise entstandene Schäden und Verluste an die am stärksten betroffenen Regionen ein.

"Weltweit zerstört die Klimakrise Menschenleben", sagt Darya Sotoodeh, Sprecherin von Fridays for Future. Während Länder wie Deutschland die Klimakrise weiterbefeuern würden, erlebten Millionen von Menschen in Pakistan die Konsequenzen. Die Regierung müsse ihre selbsterklärten Ziele einhalten und die Länder entschulden, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden.

Das Motto des Klimastreiks: "People Not Profit".
Das Motto des Klimastreiks: "People Not Profit". © Martin Schneider

In Berlin demonstrierten 36.000, in Hamburg 19.000 in Frankfurt am Main 10.000, in Freiburg 9.000 Menschen, in Köln 7.000 und in zahlreichen weiteren Orten ebenfalls Tausende Menschen für Klimaschutzmaßnahmen wie einen massiv beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien und bundesweit kostengünstigen ÖPNV auf der Straße.

"Spätestens jetzt ist der Moment, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen und Erneuerbare in einem noch nie dagewesenen Tempo auszubauen", sagt Klimaktivistin Annika Rittmann. Heute hätten Menschen gezeigt, dass soziale Sicherheit, Freiheit und Klimagerechtigkeit zusammengehören. (SZ)