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Für Teleskope in Südafrika: Görlitzer Astrophysiker holen erste Partner an Bord

Die Astrophysiker des Görlitzer Großforschungszentrums DZA arbeiten mit einem Entwickler von Teleskopen zusammen – und holen Weltall-Wissen nach Görlitz.

Von Susanne Sodan
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DZA-Gründungsdirektor Günther Hasinger bei der Einweihung des Interimsdomizils am Görlitzer Postplatz. Ein weiteres Unternehmen zieht mit ein.
DZA-Gründungsdirektor Günther Hasinger bei der Einweihung des Interimsdomizils am Görlitzer Postplatz. Ein weiteres Unternehmen zieht mit ein. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Das Firmenschild der OHB Digital Connect GmbH hängt schon am Postgebäude in Görlitz, wo seit Februar auch das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) seinen Sitz hat. Jetzt ist die Zusammenarbeit ganz offiziell: Am Freitag haben das DZA und die OHB eine Kooperation vereinbart. „Diese Partnerschaft zielt darauf ab, die Entwicklung fortschrittlicher Technologien für die Astronomie voranzutreiben und innovative Forschungsprojekte zu unterstützen“, teilen beide mit.

Im Strukturwandel sollen zwei Großforschungszentren in den mitteldeutschen Kohlerevieren eine Schlüsselrolle spielen, eines davon ist das DZA. Zwei von vielen Zielen: Die Informationen aus dem Universum sollen in Görlitz gebündelt und ausgewertet werden, für solche Datenmengen braucht es neue Formen in der Digitalisierung. Zweitens will das DZA mit anderen Partnern aus Forschung, Entwicklung und Industrie zusammenarbeiten. Da kommt die OHB Digital Connect ins Spiel. Das Unternehmen entwickelt unter anderem verschiedene Teleskope für die Astronomie.

Erstes Projekt gibt es schon - in Südafrika

Ende Februar weihte das DZA sein Interimsdomizil am Postplatz ein - der endgültige Sitz in Görlitz ist noch nicht bekannt. Dort wurden inzwischen auch zwei Büroräume für OHB-Mitarbeiter mit hergerichtet: Es gibt bereits ein gemeinsames Projekt. In Südafrika entsteht das Square Kilometer Array, ein riesiges Teleskop bestehend aus zig Radioantennen, zig „Ohren“ ins Weltall, die riesige Datenmengen liefern. Das DZA wird mit zwei Radioteleskopen vertreten sein, gemeinsam unter anderem mit der OHB Digital Connect. Erstes Ziel in Görlitz sei, mit dem DZA ein Teleskop-Kontrollzentrum aufzubauen, erklärte OHB-Entwicklungsleiter Rico Jahn im Februar. (SZ/sdn)