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Augustkälte bremst Görlitzer Gastronomen nicht

Die Wetterprognosen stehen weiter auf nass und kalt. Doch viele Altstadtwirte mit Terrassen trotzen den widrigen Umständen.

Wenn es wie an diesem Donnerstag stark regnet, ist die Außengastronomie verwaist, hier vor dem N13 auf dem Untermarkt in Görlitz.
Wenn es wie an diesem Donnerstag stark regnet, ist die Außengastronomie verwaist, hier vor dem N13 auf dem Untermarkt in Görlitz. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Optimismus in der Görlitzer Neißstraße: Das Restaurant Barbecue hat diese Woche mit dem Aufbau seiner neuen Außenterrasse an der Ecke Neißstraße/Hainwald begonnen. Die Holzknappheit im Baustoffhandel ist der Grund, warum es erst jetzt losgeht – bei Regen und Augustkälte.

Doch auch, wenn die Wetterprognosen für die nächsten Tage nichts Gutes voraussagen: Viele Altstadtwirte sind guter Dinge, dass die Biergartensaison noch nicht vorbei ist. Und sie trotzen den aktuell widrigen Umständen. „Bei uns hängt jetzt über jedem Stuhl eine warme Decke“, sagt Anita Strittmatter vom Restaurant Casa Nova am Untermarkt. Zudem habe sie die Außengastronomie jetzt um 25 Sitzplätze reduziert und bietet stattdessen drinnen, im Parterre, 25 Sitzplätze an. Beides werde angenommen, sagt sie: „Manche wollen lieber draußen sitzen, andere gehen lieber rein.“ Nur wenn es regnet, ist die Außengastronomie geschlossen: „Dann ist das Pflaster zu rutschig für Gäste und Personal.“ Stattdessen sind dann beide Etagen des Restaurants geöffnet. Auf Heizpilze hingegen will Anita Strittmatter dieses Jahr verzichten.

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Ihr Nachbar Mike Fey von der La Habana Bar hingegen hat die Heizpilze den ganzen Sommer über draußen stehen. „Bisher waren sie nicht in Betrieb, aber jetzt starte ich damit“, sagt er. Decken gibt es bei ihm auch schon seit einigen Tagen. Und nicht zuletzt sei seine Terrasse überdacht: „Deshalb stört mich das Wetter nicht so sehr.“ Innengastronomie bietet er vorerst nicht an. Seine Erfahrung: „Die Leute wollen draußen sitzen, solange es geht.“

Das ist bei Robert Meinecke im N13 auf dem Untermarkt nicht anders. Er bewirtet aktuell draußen und drinnen. „Meine Gäste aber sitzen lieber draußen“, sagt er. Deshalb sind die Heizstrahler bei ihm schon in Betrieb. Aber nicht erst seit gestern: „Die laufen schon länger.“ Mit kühlem Wetter komme er deshalb klar. Nur wenn es regnet, habe er ein Problem, denn der Großteil seines Außenbereiches ist nicht überdacht.

Ganz anders sieht Enrico Walkstein vom Café Flair auf der Brüderstraße die Heizpilz-Frage. „Solche Geräte hatten wir nie und werden wir auch jetzt nicht anschaffen“, sagt er. In einem Café würden die Leute ohnehin nicht stundenlang verweilen: „In Speiserestaurants ist das etwas anderes.“ Er bietet aktuell Innen- und Außengastronomie an. Beides werde auch angenommen: „Die Raucher setzen sich draußen hin, andere gehen auch rein.“

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