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Nach Corona-Pause: Gaststätte „Firstenstein“ öffnet wieder

Die Küche blieb auch im Lockdown nicht kalt. Jetzt freuen sich die Hauffes in Königshain auf ihre Gäste.

Heike und Norbert Hauffe vom Hotel und Restaurant „Zum Firstenstein“ sind froh, dass nun wieder mehr Normalität einkehrt.
Heike und Norbert Hauffe vom Hotel und Restaurant „Zum Firstenstein“ sind froh, dass nun wieder mehr Normalität einkehrt. © Constanze Junghanß

Die Tische sind gedeckt. „Unser Gartenrestaurant hat für Sie geöffnet“, steht auf einem Schild. Es geht wieder los mit dem Gaststättenbetrieb – zumindest erst einmal im Außenbereich. Vielleicht wird auch der Ofen bald angeheizt. Heike und Norbert Hauffe sind froh, dass nun zumindest ein stückweit Normalität einkehrt und sie wieder mehr für ihre Gäste da sein können. Der Kontakt riss jedoch die letzten Monate keinesfalls völlig ab, wie das Ehepaar berichtet. Denn die Küche im Hotel und Restaurant „Zum Firstenstein“ blieb auch während des Lockdown nicht kalt.

Täglich wurde Mittagessen gekocht. „Essen to go“ - also zum mitnehmen – gab es auch in Königshain. „Das hat uns mit über Wasser gehalten“, erzählt Heike Hauffe und dass sie dankbar ist, wie gut das die Leute angenommen haben. Besonders freut sie sich über die Unterstützung aus dem Ort. „Uns sprachen viele Mut zu, fragten nach, wie es uns geht“, sagt sie. Viele Stammgäste hielten die Treue und holten Speisen gern ab. Vom Königshainer Rinderhof gab es eine ganz besondere Hilfe, wie Norbert Hauffe erzählt. Dessen Märchenwagen wurde am Firstenstein aufgestellt, damit aus dem Wagen heraus der Himmelfahrtstag-Imbiss angeboten werden konnte.

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Der Firstenstein in Königshain
Der Firstenstein in Königshain © Constanze Junghanß

Die Chefin vom „Firstenstein“, ihr Mann Norbert und die Mitarbeiter krempelten in der schwierigen Zeit auch anderweitig die Ärmel hoch. Ausruhen? Fehlanzeige. Hauffes nutzten die Monate, um zu renovieren. Alle 22 Hotelzimmer wurden auf Vordermann gebracht und aufgehübscht. Aufgeben war nie eine Option, wenngleich sich das Finanzielle trotz allen Fleißes – wie in vielen anderen Branchen auch – als schwierig gestaltete. Der Firstenstein ist bekannt für seine kulturellen Angebote und hat sich über die Ortsgrenzen hinweg einen Namen gemacht, zog Gäste aus nah und fern an. Doch damit war in den Coronamonaten Schluss.

Höhepunkte wie Schlachtfest, Oldietanz, Silvester und mehr fielen flach. Gerade zu diesen Veranstaltungszeiten sei der Hotelbetrieb vor der Corona-Pandemie oft ausgebucht gewesen. Aufgrund der Situation und der damit verbundenen Vorschriften kamen nur wenige Gäste ins Hotel. Mitarbeiter systemrelevanter Berufe – vor allem Arbeitnehmer aus Kodersdorf, die in der Region übernachteten – zählten dazu. Für private Übernachtungen dagegen waren die Hotels geschlossen. Eine schwere Zeit für Hotelbetreiber.

Schnell noch geschrieben: Das Gartenrestaurant hat wieder offen.
Schnell noch geschrieben: Das Gartenrestaurant hat wieder offen. © Constanze Junghanß

Die Corona-Soforthilfen haben Hauffes selbstverständlich beantragt, sind froh, dass es diese Möglichkeit gab, wenngleich die komplizierten Anträge nur der Steuerberater machen konnte. Ein Punkt ärgert Frau Hauffe und ihren Mann aber doch: „Wir warten noch heute auf einen Teil der Dezemberhilfe“, sagt Norbert Hauffe. Für ihn und seine Frau unverständlich, weshalb das so lange dauert. Denn sämtliche feste Kosten laufen weiter und müssen so oder so abgedeckt werden.

Trotzdem hielt Heike Hauffe an ihren sechs Mitarbeitern und dem Lehrling fest. Gekündigt wurde niemand. „Unser Weihnachtsgeschäft lief sehr gut“, freut sich Heike Hauffe. Und das Ehepaar hat einen Raum als Testzentrum zur Verfügung gestellt. Kostenfrei. Damit die Leute die Möglichkeit auch auf dem Dorf haben, sich testen zu lassen. Das Testen übernehmen Profis: Mitarbeiter vom „Reichenbacher Pflegeteam“ führen die Tests durch. Die werden auch im Außenbereich der Gaststätte gebraucht: Auf der Internetseite des Firstensteins wird auf die Hygieneregeln hingewiesen. Da heißt es unter anderem „Wir achten auf Ihre und unsere Gesundheit und erwarten auch von Ihnen so viel Verantwortung, wie nötig ist.“

Die Hoffnung, dass mit den gesunkenen Inzidenzzahlen Veranstaltungen wie das Schlachtfest im Herbst und auch die Silvesterfeierlichkeiten 2021 stattfinden können, ist groß. Und dass bald alles wieder so gut läuft wie vor Corona auch.

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