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Geflügelpest: Landkreis Görlitz hebt Stallpflicht auf

Die Gefahr in der Region scheint vorbei zu sein. Ein Risikogebiet gibt es allerdings noch.

Symbolbild
Symbolbild © Jan Woitas/dpa

Das Veterinäramt des Landkreises Görlitz hat die Allgemeinverfügung vom 8. März zum Schutz vor der Geflügelpest und damit die generelle Stallpflicht für Vögel wieder aufgehoben. Das teilt Franziska Glaubitz, Sprecherin des Landratsamts, in einer Pressemeldung mit.

Dabei beruft sich der Kreis auf die Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), welches in seiner aktuellen Bewertung das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen als mäßig einschätzt. Die Funde bei Wildvögeln beschränkten sich laut FLI in den vergangenen Wochen nahezu ausschließlich auf die nördlichen Bundesländer.

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Eine Ausnahme gibt es allerdings für ein Risikogebiet entlang der Neiße: Dort bleibt die Stallpflicht in einem Ufersaum von 250 Metern bestehen. Sämtliches Geflügel - ausgenommen Laufvögel - müssen dort weiterhin in geschlossenen Ställen gehalten werden oder aber in einer überstehenden gesicherten Abdeckung, die nach oben hin dicht und gegen Wildvögel abgezäunt ist.

Grund hierfür ist laut Glaubitz, dass gerade in Polen derzeit vor allem viele Wasservögel ausbrechen. Diese amtstierärztliche Allgemeinverfügung tritt am 1. Mai 2021 in Kraft und wird der Entwicklung entsprechend angepasst.

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Weitere Informationen zur Geflügelpest finden Sie auf der Website des Sächsischen Sozialministeriums.

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