Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Görlitz
Merken

Georgischer Fußballfan sitzt im Gefängnis statt im Stadion

Ein 40-jähriger Georgier wurde am Mittwoch von der Bundespolizei auf der A4 bei Görlitz kontrolliert. Das nahm für ihn ein schlechtes Ende.

 1 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Georgien nimmt zum ersten Mal an einer Fußball-EM teil. Ein Fan wollte sich das nicht entgehen lassen. Doch bei Görlitz war seine Reise zu Ende.
Georgien nimmt zum ersten Mal an einer Fußball-EM teil. Ein Fan wollte sich das nicht entgehen lassen. Doch bei Görlitz war seine Reise zu Ende. © Symbolfoto: AP

Eigentlich wollte der 40-jährige Georgier zum Spiel seiner Fußball-Nationalmannschaft gegen die Türkei am 18. Juni in Dortmund. Doch nun sitzt er im Gefängnis.

Denn der Georgier geriet am Mittwoch in die Grenzkontrollen der Bundespolizei an der A4 bei Görlitz. Bei der Überprüfung in den polizeilichen Fahndungssystemen fanden die Beamten einige Einträge gegen den Georgier. So hatten die Ausländerbehörden in Dresden und Leipzig gegen ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot in Deutschland ausgesprochen, das noch gilt.

  • Hier können Sie sich für unseren kostenlosen Görlitz-Niesky-Newsletter anmelden.

Außerdem hatte das Amtsgericht Dresden gegen ihn im Februar dieses Jahres einen Strafbefehl wegen Diebstahls mit Waffen erlassen. Der Georgier sollte dafür eine Geldstrafe von 1.800 Euro zahlen. Doch bislang ging die Überweisung bei der Staatskasse nicht ein. Da der Mann auch am Mittwoch nicht das Geld aufbringen konnte, wurde er in ein Gefängnis gebracht.

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Georgier nach der Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe in sein Heimatland gebracht wird, beantragte die Bundespolizei, dass er bis zur Rückführung in Haft bleibt. Die Kosten für die Rückführung muss er selbst tragen. (SZ)